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21 (1866) Briefe : T. 3
Entstehung
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237. An Ferdinand Lassalle.

Paris, den 10. Februar 1846.

Mein thcucrster Lassalle! —

Läge es mir nicht lastend aus der Seele, dassich Ihnen unverzüglich danken muss für so viel Lie-beseifer, so würde ich Ihnen dennoch heute noch nichtschreiben, denn ich bin seit drei Wochen leidenderals je. — Vierzehn Tage lang musste ich das Zim-mer hüten, und jetzt muss ich ängstlich meinen krankenKopf schonen, damit kein Gehirnfiebcr sich ausbil-det. — Acht Tage lang nach Ihrer Abreise hatteich gar zu anstrengend gearbeitet, um das Versäumtewieder einzuholen, und Das mag mir wohl dieKrankheit befördert haben. Warum ich Ihnen denBrief wegen M. noch nicht geschickt, ist Ihnen jetztbegreiflich; in einigen Tagen werde ich Ihnen den-selben zusenden. Heut beschränke ich mich darauf,Ihnen zu danken; noch nie hat Jemand so Vielfür mich gcthan. Auch habe ich noch bei Niemandso viel Passion und Verstandcsklarhcit vereinigt imHandeln gefunden. — Wohl haben Sie das Recht,frech zu sein — wir Andern ursurpieren bloß diesesgöttliche Recht, dieses himmlische Privilegium —In Vergleichung mit Ihnen bin ich doch nur einebescheidene Fliege. Ich sprach noch gestern Abenddavon mit Grün, dem ich ein halb Dutzend der

Heine'S Werke. Bd. XXI. 5