Seitdem in dem ersten Bande dieses Werkes (1845) dieallgemeine Darstellung der Erdbeben-Phänomene erschienen ist,hat sich das Dunkel, in welches der Sitz und die Ursachenderselben gehüllt sind, wenig vermindert; aber durch die vor-trefflichen Arbeiten" von Maltet (1846) Und Hopkins (1847)ist über die Natur der Erschütterung, den Zusammenhangscheinbar verschiedenartiger Wirkungen, und über die Trennungbegleitender oder gleichzeitig eintretender physikalischer und chemi-scher Processe einiges Licht verbreitet worden. MathematischeGedankenentwicklung kann, nach Poisson'S Vorgange, hier, wieüberall, wohlthätig wirken. Die Analogien zwischen den Schwin-gungen fester Körper und den Schallwellen der Luft, auf welcheThomas Uvung schon aufmerksam^ gemacht, sind in den theo-retischen Betrachtungen über die Dynamik der Erdbeben be-sonders geeignet zu einfacheren und befriedigenderen Ansichtenzu führen.
Räumliche Veränderung, Erschütterung, Hebungund Spalten-Erzeugung bezeichnen den wesentlichen Charak-ter des Phänomens. ES ist zu unterscheiden die wirkendeKraft, welche als Impuls die Vibration erregt; und dieBeschaffenheit, Fortpflanzung, Verstärkung oder Verminderung
gleichsam vor zu den großartigen Erscheinungen der eigentlichenVulkane, die wiederum zwischen weit von einander entfern-ten Eruptions-Epochen salsenartig nur Wasserdampf und Gas-Arten auf Spalten aushauchen. So auffallend und lehrreichsind die Analogien, welche in verschiedenen Stadien die Ab-stufungen des Vulcanismus darbieten.
». Erdbeben.
(Erweiterung des NatnrgemiildeS - Kosmos Bd. I. S. 2tV — Z2S.)