Druckschrift 
4 (1858)
Entstehung
Seite
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drei Seereisen in den Jahren 1698, 1699 und 1702 folgten aufden Entwurf einer Theorie, die sich nur auf seine sieben Jahrfrühere Reise nach St. Helena, wie aus unvollkommene Varia-tions-Beobachtungen von Bassin, Hudson und Cornelius vanSchonten gründen konnte. Es waren die ersten Erpeditionen,welche eine Regierung zu einem großen wissenschaftlichen Zwecke,zur Ergründung eines Elements der Erdkraft, unternehmenließ, von dem die Sicherheit der Schiffsführung vorzugsweiseabhängig ist. Da Halley bis zum 52sten Grade jenseits deSAequators vordrang, so konnte er die erste umfangreiche Va-riationö-Karte construiren. Sie gewährt für die theore-tischen Arbeiten deö 19tcn Jahrhunderts die Möglichkeit einen,der Zeit nach freilich nicht sehr fernen Vergleichungspunkt fürdie fortschreitende Bewegung der Abweichungs-Curven darzubieten.

Es ist ein glückliches Unternehmen Halley'ö gewesen, diePunkte gleicher Abweichung durch Linien ^ mit einandergraphisch verbunden zu haben. Dadurch ist zuerst Uebersicht undKlarheit in die Einsicht von dem Zusammenhange der aufgehäuf-ten Resultate gebracht worden. Meine, von den Physikern frühbegünstigten Isothermen, d. h. Linien gleicher Wärme (mitt-lerer Jahres-, Sommer- und Winter-Temperatur), sind ganznach Analogie von Halley'ö isogonischen Curven geformt. Siehaben den Zweck, besonders nach der Ausdehnung und großenVervollkommnung, welche Dove denselben gegeben, Klarheitüber die Vertheilung der Wärme auf dem Erdkörper, und diehauptsächliche Abhängigkeit dieser Vertheilung von der Gestal-tung deö Festen und Flüssigen, von der gegenseitigen Lage derContinental-Massen und der Meere zu verbreiten. Halley'örein wissenschaftliche Erpeditionen stehen um so isolirter da,