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gemessen. Robert Normann hat zuerst an einem selbsterfundenenJnclinatorium die Neigung der Magnetnadel in London mitnicht geringer Genauigkeit bestimmt. Es vergingen noch zwei-hundert Jahre, ehe man das dritte Element, die Intensitätder magnetischen Erdkraft, zu messen versuchte.
Ein von Galilei bewunderter Mann, dessen VerdienstBaco gänzlich verkannte, William Gilbert, hatte an dem Endedes sechzehnten Jahrhunderts eine erste großartige Ansicht^von der magnetischen Erdkraft aufgestellt. Er unterschied zuerstdeutlich in ihren Wirkungen Magnetismus von Electricität,hielt aber beide für Emanationen der einigen, aller Materie alssolcher inwohnenden Grundkrast. Er hat, wie es der Geniusvermag, nach schwachen Analogien vieles glücklich geahndet; janach den klaren Begriffen, die er sich von dem tellurischenMagnetismus scls magno magneto telluro) machte, schrieb erschon die Entstehung der Pole in den senkrechten Eisenstangenam Kreuz alter Kirchthürme der Mittheilung der Erdkraft zu.Er lehrte in Europa zuerst durch Streichen mit dem Magnet-steine Eisen magnetisch machen, was freilich die Chinesen fast566 Jahre früher wußten^. Dem Stahle gab schon damalsGilbert den Vorzug vor dem weichen Eisen, weil jener diemitgetheilte Kraft dauerhafter sich aneigne und für längere Zeitein Träger des Magnetismus werden könne.
In dem Lause des 17ten Jahrhunderts vermehrte die,durch vervollkommnete Bestimmung der Wegrichtung undWeglänge so weit ausgedehnte Schissfahrt der Niederländer,Briten, Spanier und Franzosen die Kenntniß der Ab-weichungslinien, welche, wie eben bemerkt, der PaterAcosta in ein System zu bringen versucht hattet CorneliusSchouten bezeichnete 1616 mitten in der Südsee, südöstlich