Druckschrift 
4 (1858)
Entstehung
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Da die zu große Beweglichkeit der chinesischen schwimmen-den Nadeln die Beobachtung und das Ablesen erschwerte; sowurden sie schon im Ansang des 12ten Jahrhunderts (nach Chr.)durch eine andere Vorrichtung ersetzt, in welcher die nun inder Lust frei schwingende Nadel an einem seinen baumwollenenoder seidenen Faden hing: ganz nach Art der suspension a laUoulomd, welcher sich im westlichen Europa zuerst Gilbert bediente.Mit einem solchen vervollkommneten Apparate^ bestimmten dieChinesen ebensalls schon im Beginn des 12ten Jahrhunderts dieQuantität der westlichen Abweichung, die in dem TheileAsiens nur sehr kleine und langsame Veränderungen zu erleidenscheint. Von dem Landgebrauche ging endlich der Compaß zurBenutzung aus dem Meere über. Unter der Dynastie der Tsinim 4ten Jahrhundert unserer Zeitrechnung besuchen chinesischeSchiffe, vom Compaß geleitet, indische Häfen und die Ost-küste von Afrika.

Schon zwei Jahrhunderte früher, unter der Regierung desMarcus Aurelius Antoninus (^n-tun bei den Schriftstellernder Dynastie der Han genannt), waren römische Legaten zuWasser über Tünkin nach China gekommen. Aber nichtdurch eine so vorübergehende Verbindung, sondern erst als sichder Gebrauch der Magnetnadel in dem ganzen indischen Meerean den persischen und arabischen Küsten allgemein verbreitethatte, wurde derselbe im zwölften Jahrhundert (seies unmittelbar durch den Einfluß der Araber, sei es durchdie Kreuzfahrer, die seit 1096 mit Aegypten und dem eigent-lichen Orient in Berührung kamen) in das europäische Seewesenübertragen. Bei historischen Untersuchungen der Art ist mitGewißheit nur die Epoche festzusetzen, welche man als die spätesteGrenzzahl betrachten kann. In dem politisch-satirischen Gedichte