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in der Länge und Breite des Mondes) ausübt. Laplace,der zuerst die Ursach dieser Ungleichheiten aufgefunden, hatauch deren Anwendung gelehrt; und scharfsinnig gezeigt, wiedieselbe den großen Vorzug gewährt, welchen vereinzelte Grad-messungen und Pendel-Versuche nicht darzubieten vermögen:den Vorzug, die mittlere Figur (die Gestalt, welche demganzen Planeten zugehört) in einem einzigen, einfachen Resul-tate zu offenbaren. Man erinnert hier gern wieder ^ an denglücklichen Ausdruck des Erfinders der Methode: „daß ein Astro-nom, ohne seine Sternwarte zu verlassen, in der Bewegungeines Himmelskörpers die individuelle Gestalt der Erde, seinesWohnsitzes, lesen könne." Nach einer letzten Revision der beidenUngleichheiten in der Länge und Breite unseres Satelliten,und durch die Benutzung von mehreren tausend Beobachtungenvon Bürg, Bouvard und Burckhardt" fand Laplace vermittelstdieser seiner Lunar-Methode eine Abplattung, welche der derBreitengrad-Messungen nahe genug kommt: nämlich
Ein drittes Mittel, die Gestalt der Erde (d. i. dasVerhältniß der großen zur kleinen Are, unter der Voraus-setzung einer elliptisch sphäroidischen Gestalt) durch Ergründungdes Gesetzes zu finden, nach welchem vom Aequator gegendie Rotations-Pole hin die Schwere zunimmt; bieten dieSchwingungen der Pendel dar. Zur Zeitbestimmunghatten sich dieser Schwingungen zuerst die arabischen Astro-nomen und namentlich Ebn-Junis, am Ende des Ivten Jahr-hunderts, in der Glanzperiode der Abbassidischen Chalifen^,bedient; auch, nach sechshundertjähriger Vernachlässigung,Galilei und der Pater Riccioli zu Bologna. ^ Durch Ver-bindung mit Räderwerk zur Regulirung des Ganges der Uhren(angewandt zuerst in den unvollkommenen Versuchen von