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4 (1858)
Entstehung
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der Unterhaltung des Lebens, voraus. Die Größe undGestalt des Erdkörpers, seine Masse (Quantität materiellerTheile), welche, mit dem Volum verglichen, die Dichtigkeitund durch diese, unter gewissen Bedingungen, die Constitu-tion des Inneren wie das Maaß der Anziehung bestimmt;stehen unter sich in mehr erkennbarer und mehr mathe-matisch zu behandelnder Abhängigkeit, als es diejenige ist,welche wir bisher in den eben genannten Lebensprocessen,in den Wärme-Strömungen, den tellurischen Zuständen desElectro-Magnetismus oder den chemischen Stoffwechseln wahr-nehmen. Beziehungen, die man in complicirten Erscheinungennoch nicht quantitativ zu messen vermag, können deshalb dochvorhanden sein und durch Jnductionsgründe wahrscheinlichgemacht werden.

Wenn auch die beiden Arten der Anziehung: die,welche in bemerkbaren Entfernungen wirkt (wie Schwer-kraft, Gravitation der Weltkörper gegen einander); und die,welche in unmeßbaren kleinsten Entfernungen statt findet(Molecular- oder Contact-Attraction); in dem gegenwärtigenZustande unseres Wissens nicht auf ein und dasselbe Gesetzzu reduciren sind: so ist es darum doch nicht minder glaub-lich, daß kapillar-Anziehung und die, für das Aufsteigender Säfte und für Thier- und Pflanzen-Physiologie so wich-tige EndoSmose von dem Maaße der Schwere und ihrerlocalen Vertheilung eben so afficirt werden als die electro-magnetischen Processe und der chemische Stoffwechsel. Mandarf annehmen, um an ertreme Zustände zu erinnern, daß aufunserem Planeten, wenn derselbe nur die Masse des Mondesund also eine fast 6mal geringere Intensität der Schwere hätte,die meteorologischen Processe, das Klima, die hypsometrischen

er v, Humboldt, Kosmos, IV, 2