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Hebräischen Texte den Borzug geben. In meinem Kommentarzur Genesis habe ich auch hier die Gründe ausführlicher ent-wickelt. Auffallend ist aber hier noch, daß die Alexandrinerzwischen Arphachsad und Salah noch einen Namen einschalten,Kainan, der sich weder im Hebräischen noch SamaritanischenTexte findet. Verdächtig wird dieser Name schon dadurch alswillkührlichc Einschaltung. Dieser Berdacht steigt dadurch, daßdem Kainan sowohl vor als nach der Geburt seines Sohnsgenau dieselben Zahlen gegeben werden wie dem Salah.Orientalische Schriftsteller (Moses Chorencnsis, Abulpharag,Ephracm Syrus; vergleiche I. D- Michaelis sententia ckeeln'oiioloxii» AInsis a ckiluvia sei die letzte Ab-
handlung in seinen commontatioues soeiotsti rexlav scienti-iirum KaettliiAeiisi per iiiiiios 1763, 1761, 1765 et 1768vliliitsv.) berichten von mancherlei orientalischen Sagen überdiesen Kainan, es sei der vierte von Noah, der dritte vonSem gewesen, Erfinder der Astronomie, der erste Mensch,welcher sich habe göttlich verehren lassen. Einen so berühmtenNamen haben die Alexandriner nicht auslassen wollen. Siehaben ihn darin als den dritten von Sem eingeschaltet, vielleichtanfangs für identisch mit Salah genommen, spater erst alsdessen Vater betrachtet, und ihm dieselben Zahlen wie diesembeigelegt. Zwar führt nun auch Lucas in seiner Genealogieder Stammväter Christi, Evang. Luc. III. 36, diesen Kainanan; aber da Lucas hier für einen Griechisch redenden Leser dieNamen so anführt, wird dieser sie in seiner Griechischen Bibel(der Alcxandrinischen Übersetzung) nachschlagen konnte: so nahmer hier eben auf, was in dieser stand. Eine Untersuchung, obhier die Griechische Übersetzung, oder der Hebräische Text denVorzug verdiene, konnte Lucas offenbar in jenem Zusammen-hang nicht liefern wollen. Daß er dort den Kainan mit nennt,ist demnach nur ein Beweis, daß dieser Name schon zu seinerZeit in der Alexandrinischen Übersetzung stand. Gewiß ist esLucas aber nicht eingefallen, damit ein Zeugniß von demVorzug dieser Übersetzung vor dem Hebräischen Text ablegenzu wollen. Wir bleiben demnach bei den Angaben desHebräischen Textes.