Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
697
Einzelbild herunterladen
 

697

Durchgang.

geben, und die Beobachtung gäbe einen andern Werth, so -wur-de sich die wahre, der Beobachtung entsprechende Somienpa-rallaxe daraus ergeben. EL was Ächnliches gilt von jeder Beob-achtung, oder richtiger, da die gcocentrischen Erscheinungennicht durch Beobachtung geprüft werden können, für die Ver-bleichung zweier an weit von einander liegenden Orten auge-stcllter Beobachtungen.

Man hoffte, mit Hülfe dieser Beobachtungen die Sonncn-parallaxe, die etwa 8| Secunden beträgt, bis auf ein Hunderteleiner Secundo genau bestimmen zu können, indem die Rechnungergab, dafs zum Beispiel bei dem Durchgänge 1769, in Lapp-land die.ganze Zeit des Durchgangs 160mal so viel Zeitsecundenlänger als auf Otaheite dauern sollte, als die Sonnenparallaxeßaumsecunden beträgt, und man nun sclilofs, der beobachteteUnterschied der Dauer an beiden Orten 23 Min. = 1380 Se-cunden werde sich bis auf einige wenige Secunden ergeben, alsop = Vou 0 = 8|- Sec. etwa nur um T ^pg. oder des Gan-zen, was nicht viel Liber 0,01 Sec. betrüge nngewifs seyn. Sogenau aber stimmen die Beobachtungen nicht zusammen, undnachENCKrds sorgfältiger Vergleichung aller Beobachtungen läfstsich aus beiden beobachteten Vorübergängen nur folgendesschliefsen. Aus dem Durchgänge 1761, die Sonnenpiarallaxc 8 ',5309, mit einem möglichen Fehler von -f- 0,062 Secun-den; aus demDurchgange 1769, die Sonnenparallaxe = 8",6030mit einem möglichen Fehler von -f- 0 V ,046, wo unter Sonnen-parallaxe die unter dem Aequator statt findende Ilorizontalpa-rallaxc zu verstehen ist. Wir können also die Sonnenpiarallaxc= 8",577, als nur etwa um 0,04 unsicher ansehen, und dieEntfernung der Ei de von der Sonne = 20666800 Meilen ango-hen, oder wenigstens behaupten , dafs diese Entfernung nichtunter 20577649 und nicht über 20755943 Meilen ist.

Warum die Mer cur s - Voriiherg'änge zu diesen Bestim-mungen nicht brauchbar sind, erhellet leicht, nämlich -weilMercurzu entfernt und seine Parallaxe nicht genug von der Son-ncuparallaxe verschieden ist. Aus diesem Grunde ist die Zeitdes frühesten und spätcslcnEiulriU.s nur wenig verschieden, dielängste Dauer des Durchgangs nicht so stark abweichend vonder kürzesten Dauer u. s, \\, B.