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2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
650
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sichligt, cla['s ein Tlieil dieser letzteren an die äufsercn Umge-bungen abgegeben wird, und cs nach Art aller Auflösungenund Verbindungen einer gewissen Zeit bedarf, bis dieselben er-folgen und vollständig werden, so ist es nichts weniger als un-erklärlich, dafs der lieifsc Dampf im MomenLe seines Anstei-gens aus der Flüssigkeit einen Th eil seiner sensibelen Wärmeverliert, und partiell in Dunst verwandelt wird. Ist daun dieEntziehung dieser sensibelen Wärme bleibend, z. B. durch ei-nen beständigen Zullufs kalter Luft, so wird ein Tlieil des Dun-stes fortwährend in die Flüssigkeit zurücksinken, woraus dieEntstehung des Nebels über eien Flüssen und der gröfsere Ver-brauch von Brennmaterial bei den nicht mit Brettern umgebe-nen Salzpfannen erklärlich wird; ist aber die Entziehung nichtbeständig fortdauernd oder gar nicht vorhanden, z. B. wennman eine Flüssigkeit unter einer cxantlirLen Campane verdam-pfen läfst x , so findet eine geringere oder gar keine Bildung vonDunst statt, indem die scnsibele Wärme zur stärkeren Expan-sion des aufsteigenden Dampfes verwandt wird. Ob aber diesefeinen, nicht expandirten und nicht eigentlich Darnplform ha-benden Partikelchen, welche die Bestandfheile des reinen odermit Dampf vermischten Dunstes ausmachen, aus dichten oderhohlen Wasserkügelchen bestehen, womit sie im letzteren Falleerfüllt seyn mögen, und wie sich das Schweben derselben inder Luft erklären lasse, diese Fragen haben die Physiker seitlangen Zeiten vorzüglich beschäftigt, und es ist der Gegenstandder folgenden Untersuchung, was hierüber als anerkannteWahrheit oder mi t Wahrscheinlichkeit anzunehmen sey.

Nach nr Luc 1 2 besteht der Unterschied zwischen Dampfund Dunst darin, dafs jener aus feineren, dieser aus gröberenWasserpartikcln gebildet ist. Wenn nämlich der Unterschiedder Temperatur zwischen der umgebenden Luft und der I’lüs-

1 Nur unter günstigen Umständen, namentlich bei hoher üufsererTemperatur läi’st sich auf die angezeigte Weise seihst ein Sieden ohneUrzeugung von Dunst hervorbringen. Wenn man iudel's Wasser in ei-nem Medicinglase anhaltend sieden läfst, dann schnell verkorkt und um-kehrt, so findet darin bei hoher Temperatur, eben wie im Wasserham-mer ein eigentliches Sieden olme Dunstbilduug statt.

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