Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
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Dunst.

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len allezeit um so viel mehr mit Dunst vermischt, und daherso viel dichter erscheint, je kälter die umgehende Luft ist, dal'sdagegen der durchsichtige und völlig expandirlc 'Wasserdampfin langen erhitzten Rohren ohne Beimischung von Dunst belie-big hoch oder weit fortgeführt werden kann, sich aber sogleichals Dunst zeigt, wenn er in eine kältere Umgebung cintritt, sowird es hiernach im hohen Grade wahrscheinlich, dafs derDunst nichts anderes als durch Abkühlung niedergeschlagenerDampf sej r , obgleich diese Ansicht eines vollständig sLrengenBeweises ermangelt.

Gehen wir von dieser Hypothese aus, berücksichtigen wirferner, dafs der Dunst dafs Licht mehr zurückwirft, wenigerdurchläfst und anders bricht als Dampf so müssen wir anneli-mcn, dafs er zugleich auch dichter sey, wenn gleich die eigent-liche Dichtigkeit desselben nicht genau bekannt ist, und auchwegen ihrer, keinen bestimmten Gesetzen folgenden, Verän-derlichkeit nicht füglich scharf bestimmt werden kann. AVirk-licli besteht auch der Dunst aus sehr feinen wässerigen, einbuntes Farbenspiel zeigenden Partikclchcn, welche man unterandern mit blofscn Augen wahrnimmt, wenn man des Abendsoder des Nachts hei starkem Nebel in einem Zimmer befindlichein brennendes Kerzenlicht aus dem geöffneten Fenster hält,und hierdurch diese Partikelchen stark beleuchtet, oder beihinlänglichem Lichte den Dunst auf der Oberfläche eines sie-denden Gefäfses mit AVasser entweder mit unbewaffnetem Augeoder durch eine Loupe betrachtet. Die wirkliche Existenz sol-cher feiner wäfsriger Partikelchen als Bcstandlheile des D un-ies ist somit durch den Augenschein erwiesen, auch ist die Er-klärung des Entstehens derselben keineswegs mit unüberwind-lichen Schwierigkeiten verbunden. Nach der vmhlbcgründetenTheorie über die latente AVärine des Dampfes ist zwar ausge-macht, dafs die sensibelo AVärine desselben in höheren Tempe-raturen gerade hinreicht, um diejenige latente AVärme herzuge-ben, welche derselbe zum Uebergange in den Zustand geringe-rer Dichtigkeit und gröfserer Expansion bedarf, und es scheinthiernach, als ob beim Aufsteigen des lieifseren Dampfes aus derihn bildenden Flüssigkeit kein Dunst entstehen könnte, indemdie zu seiner weiteren Expansion erforderliche AVärme ihn alssensibelo AAärme jederzeit begleitet 3 •wenn man aber berück-