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Verhandlungen der am 18. Juli 1842 abgehaltenen 4. Generalversammlung der Aktionäre der k. k. priv. Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft
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III. Das Lokomotiv-Departement in Betrachtung zu ziehen.

.Dabei erforderten:

n) die Besoldungen der Lokomotivführer sammt Gratifikationen . . . . . fl. 14,469 . 34 kr.

Ii) die Löhnungen der Lehrlinge und Heizer ^- » 9034 . 57 »

c) das Brenuniateriale für die Lokomotive » 96,256 . 5 »

,1) die Steinkohlen zum Vorwärmen des Wassers » 3416 . 31 »

e) das Baumöhl, Fett und die Schmiere für Lokomotive und Tender . . . » 8989 . 28 »

zusammen . fl. 132,166 . 35 kr.

Bei Punkt» ist zu erinnern, daß zur Hiudauhaltuug von Unglücksfällen und zur Vermeidung jeder Verantwortlichkeit zuerstbloß bewährte, deutsche Lokomotivführer von anderen Bahnen engagirt wurden, welche freilich nur gegen Zusicherungbedeutender Besoldungen und Rcisevergütuugeu zu erhalten waren, daß aber während des verflossenen Jahres die weitererforderliche Zahl Lokomotivführer bei unserer Bahn selbst ausgelernt und mit denselben billigere Kontrakte abgeschlossen werdenkonnten.

Die Unternehmung hat diesen Vorgang, wie die Erfahrung lehrt, nicht zu bereuen gehabt, und ist gegenwärtigmit tüchtigen Individuen wohl versehen.

Bei der Ausgabe für die Heizer wird sich im neuen Betriebsjahre eine Ersparung ergeben, weil man bei derBefahrung kürzerer Strecken eine Verminderung der früher verwendeten Anzahl eintreten zu lassen in der Lage war.

Als Bremimateriale für die Lokomotive wurde Holz verwendet, und es sind'in der Zeit vom 16. Mai v. I. bis30. Juni d. I. bei den Fahrten selbst 9852 drei Schuh lange Scheiter.Klafter konsummirt worden; ferner wurdenfür die täglich in Reserve stehenden Lokomotive auf den Stationen Wien, Mödling, Baden und Neustadt 602 Klafter verbraucht,welches eine Gesammtverwcudung von 10,454 drei schuhige Scheiter-Klafter, theils harten, theils weichen Brennholzes heraus,stellt, wovon die Klafter im Mittel sammt Aufschlichten, Schneiden,' Hacken und Transport bis in die Tender auffl. 9 . 12 kr. zu stehen kam.

Gemäß des vorhandenen Ausweises in der Beilage Ik haben die im Gebrauche gewesenen 26 Lokomotive, die alle mitNamen darin aufgeführt erscheinen, im Ganzen bei Personen- nud Frachten-Trains, so wie bei verschiedenen Anlässen 60,829 Meilen *)zurückgelegt, mithin kommt auf eine österreichische Meile » 4000 Klftr., ohne Reservemaschineu, ein mittlerer Holzverbrauchvon Scheiter-Klafter aufgeschlichtetes Maß im Werthe von fl. I . 29 kr.

Diesem vorthcilhafton Ergebnisse ist ein großer Theil des reinen Erträgnisses der Bahn zuzuschreiben, und eserscheint hiedurch die außerordentliche Mühe hinlänglich belohnt, welche erforderlich war, um die Holzheitzung gleich zu Anfangdes Betriebes in austandslose Ausführung zu bringen.

Der Conto IV. umfaßt die Auslagen der Reparaturs - Werkstätten zur

Instandhaltung der Lokomotive und Wagen, und es kommen dabei folgende Unterabtheilungen vor:») Besoldungen der Werkmeister fl. 3339 . 39 kr.

d) Löhnungen der Schmiede, Schlosser, Wagner, Sattler, Lakierer und Tag-

löhncr znr Erhaltung und Reinigung der Lokomotive und Wagen . . » 24,632 .12 »

e) Materialien zur Reparatur, als: Schmiedekohlen, Eisen, Kupfer, Messina,

Blei, Minium, Hanf, Putzzeug - . . » 6663 . 24 >»

ü) Schmiere für Personen- und Frachcwagen » 4960 . 7 »

v) Zahlungen für neue Maschinen und Wageubestandtheile, so wie für in

der eigenen Maschinenfabrik gemachte Reparaturen an densrlbeu . - . » 12,627 . 10 »

zusammen . fl. 52,222 . 32 kr.

Um eine bessere Uebersicht der Reparaturs-Auslagen zu haben, wurden dieselben in der. Tabelle II. für jede Lokomotiveabgesondert aufgeführt; hiernach betragen:

*) Die Anzahl Meilen, welche die Lokomotive machten, erscheint weit größer, al« bei den Train«, weil die letzteren an Sonn«und Feiertagen, so wie bei starker Frequenz von 2 auch 3 Lokomotiven geführt worden find, und außerdem noch viele andereFahrten nothwendig waren.