und Neunkirchen, so wie eigener Magazine in Leobersdorf, Felixdorf und Gloggnitz herausgestellt. — Hierdurch ist dieim v. I. veranschlagte Summe für Gebäude allein um st. 230,000 überschritten worden.
4. Haben die neueren hohen Verordnungen bezüglich der Vorsichtsmaßregeln zum Schutze der an der Bahn liegenden Ge-bäude und Ortschaften gegen Feuersgefahr, dann bezüglich der Einfriedung der Bahn und Absperrung der Wege :c. eineMenge neuer Auslagen hervorgerufen, auf die man früher gar nicht denken konnte.
5. Hat sich der beantragte kunäu» instruclus an Locomotiven und Wagen wegen der an Sonn- und Feiertagen unerwartetstark eingetretenen Personen-Frequenz, und zur anstandslosen und schnellen Beförderung des Publikums, besonders fürdie Abendrückfahrten, als unzulänglich bewiesen, und mußte allein um eine Summe von fl. 430,00a vermehrtwerden.
6. Ist zu dem schon früher bezahlten Einfuhrsjolle von fl. 129,315 . 55 kr. für von England bezogene RailS noch einebedeutende Summe in Anrechnung gekommen, um deren theilweise Nachsicht wiederholt bittlich eingeschritten wurde.
7. Hat man vorgezogen, provisorische, nur für den Augenblick wohlfeile Bauten ganz zu vermeiden, und alle Brücken undGebäude sogleich auf die dauerhafteste Art herzustellen, um nicht schon in kurzer Frist neue Kapitale zur Umwandlunghölzerner, in solide Gebäude, zur besseren Ausstattung der Unternehmung, zur Vergrößerung der Bahnhöfe, Vermehrungder Ausweichplätze rc. aufnehmen zu müssen.
Ohngeachtet nun die Anlagskosten der Wien-Gloggnitzer Bahn incl. der Gebäude und des kunüus in«tvuetus dasursprünglich e Präliminare um circa 44 Prozent übersteigen, so dürfte es nicht gewagt sein, zu behaupten, daß dieselben imVerhältnisse zu dem, was geleistet wurde, jedem unpartheyischen Sachverständigen als billig erscheinen müssen, und daß sieden Vergleich mit den Kosten anderer, ebenso solid und in einem ebenso schwierigen Terain gebauten, mit den gleichenRailskosten belasteten, für die gleiche Frequenz, mit derselben Anzahl von Bahnhöfen und ebenso anständig ausgestattetenDoppel-Bahnen ruhig aushalten können.
Dabei darf nicht unberücksichtiget bleiben, daß der Wiener Bahnhof, der mit seinen Nebcnanlagen, dann: derZufahrts-Chaussce, der neu eröffneten Belvedere-Linie:c. den Haupttheil des BaukapitaleS in Anspruch nahm, nicht auf diejetzige Ausdehnung der Unternehmung allein berechnet, sondern bei seiner Anlage sogleich darauf Bedacht genommen wurde,daß die Wien-Gloggnitzer Bahn der Anfang der Süd-Bahn von Wien zum adriatischen Meere werden müsse, welche Voraussetzungsich schon in gegenwärtiger Zeit realisirt, —- daß dieser Bahnhof weiter auch für die Hauptbahn deS ungarischen Königsreichsprojektirt und deshalb 'so großartig angelegt worden war.
Daß sich später die Zeitverhältnisse so ungünstig gestalten, und die mit Energie begonnenen Bauten nach Ungarnznr plötzlichen Sistirung bringen würden, konnte nicht vorausgesehen werden.