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L" im Grundrisse, Fig. 305 ä sichtbar sind, von einem zweite» PaareErzentrirs i?" werden wir weiter unten das Nöthige anfuhren.
Mit den Erzentrirs k? und 15" sind bezüglich die Schubstangen e"und e"/ verbunden, letztere wieder mit doppelarmigen Hebeln I" und1^", welche die Bewegung den mit einander entsprechend vereinigtenSchubstangen m" und und vermöge letzteren den Schiebventilen mit-theilen. Die Stellung und Befestigung, welche man den Erzentrir zugeben hat, muß so sein, daß deren größter Halbmesser ziemlich einenrechten Winkel mit dem respektive» Krummzapfcn bilden und außerdemauch so, daß sie bei der Bewegung immer um '/.Umdrehung den Krumm-zapfen vorschreiten. Auf diese Weise geschieht es denn, daß wenn einKurbelarm vertikal steht, dem Dampfe der Eintritt in den Zylindervöllig geöffnet ist; dagegen, wein» ein Kurbelarm die horizontale Lageangenommen hat, der Schieber sich i» der Mitte seines Weges befindet(wie die pnnktirte Stellung Fig. 30<i ^ zeigt), dem Dampfe also derEin- und Austritt völlig versperrt ist.
Wie vorbemerkt, bildet der größte Halbmesser eines Erzentrirs nichtgenau einen rechten Winkel mit dem bezüglichen Krummzapfen, sondernsiegt dieser Richtung etwas voraus. Diese Anordnung hat ihren besonder»Grund darin, daß dem Dampfe der Zufluß gegen die eine oder andereSeite der Kolbenfläche etwas früher gestattet werden muß, ehe dieUmsetzung der Kolbenbewegung, nach der Richtung, in welcher der Dampfeinzuströmen beginnt, oder che der Kolben seinen ganzen Weg zurück-gelegt hat. Die Bewegung des Schiebers eilt also zu der neuen Kolbcn-bewegung etwas vor und zwar beträgt dies bei unserer Maschine cii-oa'/> Zoll.
Die Vorthcile, welche durch dieses Vorcilen des Dampfschiebcrs er-zeugt werden, sind besonders drei. Einmal ist es unnütz, ja schädlich,den Kolben noch neue Kraft zuzuführen, wenn gleich nachher eine Um-setzung seiner Bewegung eintreten soll, ein anderes Mal wird es noth-wcndig sein, dem eingeführten Dampf zeitig genug eine Entweichnngs-öffnnng darzubieten, wenn dieser nicht bei der rückgängigen Kolben-bewegung als Hinderniß auftreten soll, und endlich kann der Dampf,welcher wegen der früheren Absperrung nach Hinte» dem Kolben ver-bleibt, diesem als ein Federkissen dienen, wodurch zugleich schädlicheStöße vermieden werden. Bei den feststehenden Dampfmaschinen, wodie Umsetzung der Bewegung nicht so oft geschieht, auch leicht plötzlicherzeugt werden kann, ist solche Vorsicht weit weniger nöthig, als bei denDampfwagen, wo 4 bis U Wachset der Kolbenbewcgnng pr. Sekundeeintreten.
Die Stellung, welche wir bei unserer Erzentrir voraussetzen, erzeugtnur eine vorwärts gerichtete Bewegung des Dampfwagens, soll abereine Bewegung rückwärts eintreten, so müssen dieselben die der vorigengenau entgegengesetzte Stellung annehmen. Obwohl nun diese Umsetzungdurch dieselben Erzentrir, wenn diese nur entsprechend angeordnet werden,erreicht werden kann, so zieht man doch gewöhnlich vor, hierzu ein zweitesPaar von Erzentrir anzubringen. Letzteres findet bei unserer Maschinestatt, indem die Erzentrir 15" nur zum Vorwärtsbewegen, ein an-deres Paar I", I?" aber, welches sich zu beiden Seiten der Are naheder großen Triebräder 0 befinden, zum Rückwärtsbcwegen dient. Hier-bei sitzen beide Paare von Erzentrir in bestimmter Lage ans der Arefest und man hat nur nöthig , das eine oder andere Paar, vermögeeines eigenthümlichen Mechanismus, auszurücken oder eingreifen zulassen, damit der Dampfwagen beliebig rückwärts oder vorwärts läuft.Genanntes Ans- oder Einrücken wird, zufolge der ganzen Anordnung,von dem nächst der Feuerthüre stehenden Maschinenführer leicht durchden Hebel, die sogenannte Rückstange n" Fig. 2lls r bewirkt.
Der Mnnitionswagen ('pensei) Fig. 3»5 c und 305 e trägt auf seinemauf vier gleich großen Rädern ruhenden Gestelle einen beinahe Hufeisen-