Druckschrift 
Leichtfaßliche Belehrung über das gesamte Eisenbahnwesen
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

i-.

lange Dauer zu geben, präparirt mau dieselben nach der Methode dcSEngländers Kyan. Man legt nämlich das Holz in ein Gefäß, welchesmit einer Auflösung von Qnecksilbersnblimat und Wasser (l Pfd. zu 2»

Quart Wasser) so weit gefüllt ist, daß die Flüssigkeit das Holz ganzbedeckt und läßt letzteres eine der Gattung und «stärke des Holzes ent-sprechende Zeit darin liegen; neuerdings hat man auch angefangen, diegedachte Auflösung in das Holz mittelst der hydraulische» Presse einzu-treiben. Jndeß ist die ganze Methode etwas kostspielig und die bisjetzt damit erlangten Resultate nicht überall gleich günstig *).

Langschwellen wendet man nur bei einer ununterbrochenen Unter- ^

stützung an. Die Dimensionen derselben richten sich nach der Holzgattnngund darnach, ob die Bahn mit schweren Maschinen befahren wird odernicht. Deshalb variirt die Dicke oder Höhe von <> bis in Zoll, dieBreite von 9 bis 14 Zoll und ihre Länge von 12 bis 2» Fuß.

Da gewöhnlich die Langschwellen allein eine hinlängliche Unterstützungnicht gewähren, so legt man dieselben entweder noch ans Querschwcllen,wie Fig. 297 0, »nd 2!>7 <>, oder ans in entsprechenden Entfernungeneingetriebene Pfähle, wie Fig. 297 i. Zu letzterer Figur sind a, die

i! ^

Mi

SV7 i.

l 7A

Längenschwellen, auf welche zur Aufnahme der Schienen eichene Brett-chen I», >- genagelt sind, «I zeigt eine eiserne Verbindnngsstange derSchwelle»/um deren Ausweichen zu verhüten. Die Pfähle v, 0 werdensehr oft auch so geschlagen, daß die in der einen Reihe nicht mit derder andern Reihe korrespondiren.

Zuweilen legt man die Schienen auch unmittelbar ans die Köpfe derPfähle wie Fig. 297 K. Hierbei werden die Pfähle sehr nahe an ein-ander eingetrieben und allenfalls durch eiserne Ouerstangen a zu beidenReihen verbunden; die Schienen b, i> müssen dabei eine hinlänglicheStärke haben, um nicht unter der daraus fortzubewegenden Last zuoszilliren.

") Die in neuester Zeit von k>>-. Bonrgery entdeckte Methode derKonservativ» des Holzes, nämlich die Lebenskraft eines Baumes zubenutzen, um demselben verschiedene Salzanflösnngen, wie elstgsauresBleiorvd ic. zu insiltrircn, wird jedenfalls recht vortheilHaft für Eisenbahn-Bauhölzer benutzt werden können.