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zu werden. Laignel gibt jedem der Wagenräder zwei verschiedeneSpurkränze von ungleiche» Durchmessern; bei den Krümmungen werdendann die Räder mit ungleichen, Durchmesser auf die Schienen gebracht,in den geradlinigen Bahnstrecken die Räder von gleichem Durchmesser.Aruour konstruirte (gegliederte) Wagen, deren Gestalt der der ge-wöhnlichen Kutschwagen ähnlich ist, mit Langwied und Reihuagel, ver-bindet je zwei dieser Wagen, nicht, wie es gewöhnlich geschieht, durchKetten, sondern durch eine Art von Lenker und ordnet überhauptalles so an, daß jeder einzelne Wagen eines Zuges in der Kurve die-jenige Stellung einnimmt, die für die Anwendung der kleinstmöglichenZugkraft nöthig ist*).
Ueber beide wird aber erst die Erfahrung entscheiden müssen, da ei-gentliche Auweuduugen in größer», Maßstäbe und bei Bahnen mitstarkem Betriebe noch nicht gemacht worden sind.
Die meisten englischen Ingenieure lassen bei den Hauptlinien derBahn, in der Regel keine Krümmung zu, die mit einem kleiner,, Halb-messer als V- englische Meile beschrieben ist, wobei sie ferner nochannehmen, daß ein Austreiben der Wagen von der Bahn durch dieSchwungkraft nicht eintritt, wenn bei iu englischen Meile» Geschwin-digkeit >»'» Stunde die kouvere Schiene um 0,07 Zoll, bei 15 Meilen»,2 Zoll und bei 20 Meilen »,Mi Zoll höher gelegt wird als die kon-kave; Ausnahmen von dieser Regel lassen sie nur bei der Einmündungvon Zweigbahnen in die Hauptbahn und in der Nähe der Stations-plätze zu.
Was die früher erwähnte dritte Bedingung bei Etablirnng einerEisenbahnlinie, die zweckmäßige Verthcilnng der Einschnitte oder Ab-träge (lleiilais, cuttinxs) und Auffüllungen, Aufträge D'üinbl«is, ei»-Ii«, „km 0 nt s) betrifft, so sind diese wo möglich so zu wählen, daß mandie letztern ans der erster» macht.
Wichtig ist dies besonders dann, wenn an gewissen Stellen, wo z. B.Aufträge nöthig werden, Erdmassen zur Seite der Bahn gar nichtvorhanden sind, oder sich daselbst thenre Felder, Grundstücke ,c. vor-finden. Unter solchen Umständen darf man oft eine gehörige Aus-gleichung des Ans-und Abtrages dann nicht scheuen, wenn selbst großeTransportweiten der Massen nöthig werden.
2. Unterbau. Unter dem Unterbau versteht man alle diejenigenThcile einer Bah», welche die Schienen mit ihren Lagern, Holffchwellenoder Stcinblöckcn nebst der Unterbettnng zu tragen haben. Es gehörtsonach hiehcr die Konstruktion der Einschnitte und Dämme, der Durch-lässe, Brücken, Viadukts und Schächte ('p>,n»cl«).
Ganz besondere Aufmerksamkeit erfordern die Aufträge. Zur Errei-chung einer größtmöglichsten Festigkeit für solche hat man die aufzu-schüttenden Erdmassen in dünnen Schichten aufzutragen, damit dasJncinanderdringen des Materials befördert wird, auch kann man einejede solche Auffüllung mit Walzen oder Rammen bearbeiten, so wieman ferner das dabei zu verwendende Erdreich vorher von Allem, wasdurch Fäulniß oder Druck ein Nachsinken veranlassen könnte, gehörigsäubern sollte.
Die Dimensionen der Dämme, so wie des ganzen Unterbaues hängenbesonders von zwei Rücksichten ab, nämlich davon, ob die Bahn mitein oder zwei Gleisen (ein - oder zweispurig) zu erbauen ist, und vonder Entfernung der Schienen von einander, von der so genanntenSpurweite.
H Nach dunamometrischcn Versuchen, die auf der St. Gcrmain-Eisenbahn mit Wagen nach Arnour Sustem angestellt wurden, soll bei 50Meter Krnmmungshalbmcncr keine größere Zugkraft nöthig gewesen sein,als bei geradlinig gerichteter Bahn- (?)
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