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Leichtfaßliche Belehrung über das gesamte Eisenbahnwesen
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alS diese Steigungen unter sehr verschiedenen Vcrhältnissöu abwechselitzu lassen (eine uudulireude Bahn zu konstruireu).

Was die Krümmungen der Bahn betrifft, so müssen dieselben, wennanders sie nicht vermieden werden können, sehr große Halbmesser er-halten. Bei Krümmnngc» mit kleinen Halbmessern ist es nämlich ein-leuchtend, daß das äußere von zwei an einerlei Are befindlichen Rädern,welches auf der kouveren Seite der Bahn läuft, einen größern Bogenzurückzulegen hat, als das innere an der konkaven Seite fortgehende.Hierdurch tritt aber ein Schleifen, eine gleitende Bewegung am Um-fange der Räder ein und woraus natürlich eine Vermehrung der vor-handenen Widerstände erfolgt. Ferner ist eine Seitenreibüng an denSpurkränzen der inneren Räder zu überwinden, die ebenfalls um sogrößer wird, je kleiner der Krümmüngs-Halbmcsser der Bahn ist. End-lich erzeugt das Bestreben eines jeden bewegten Körpers, in geraderoder tangentialer Richtung fortzugehen, eine gewisse Schwungkraft, diezwar auch mit der Abnahme des Krümmungshalbmessers, aber außerdemnoch mit dem Quadrate der Geschwindigkeit wächst, womit die Bewegungerfolgt. Durch diese Schwungkraft entsteht nicht nur eine Vermehrungder vorgedachtcn Seiteureibnng, sondern die Räder können auch überdie Schienen springen, den Wagen aus de» Gleisen bringen und wohlgar umwerfen.

Alle diese Uebclstände sucht man indeß auf mancherlei Weise zu beseitigen.

So gibt man durchgängig den, äußern Radkränze einen Reif, dereine konische Fläche bildet, wie Fig. 295 und zwar von der Art, daß

der äußere Durchmesser kl ungefähr um i Zoll geringer ist als derinnere V II. Bei einem Drängen der Räder nach außen, laufen danndieselben mit verschiedenen Halbmessern auf den Schienen, wo-durch allerdings das vorerwähnte Gleiten zum Thcil beseitigt wird.Ferner läßt mau zwischen Schienen und den Vorsprüngen oder Spur-kränzen e, n der Räder, letztere in geradliniger Bahnstrecke laufendangenommen, einen Spielraum v IZ voii^ V. bis D/l Zoll, wodurch dieReibung der Räder gegen die inneren Schicnenseiten vermindert wird.Zur Begegnung der vorerwähnten Schwungkraft legt man ferner inden Krümmungen der Bahn die äußeren Schienen etwas höher als dieinnern und zwar um so viel, daß das aus der konischen Form der Rad-felgen entstehende Bestreben des Wagengewichtcs, nach innen zu gleiten,der nach außen drängenden Schwungkraft gleich ist.

So zweckmäßig aber auch diese Anordnungen erscheinen, erfüllen siedennoch den Zweck durchaus nicht ganz, weshalb man sich in neuesterZeit mannigfach bemüht hat, die Nachthcile der Bahnkrümmuugeu aufnoch andere Weise zu beseitigen. Ju letzterer Beziehung verdienennamentlich die Konstruktionssystcmc von Laffg n el und Aru o ur erwähnt