LO0 Sonntag 32.
wollen, der verwandelt sich das tröstliche Gebet in einenschrecklichen Fluch.
Matth. 18, 32^-35. Da forderte ihn (den harten Knecht)sein Herr vor sich, und sprach zu ihm: Du Schallskuccht, allediese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest;solltest du dich denn nicht auch erbarmen Uber deinen Mittnechl,wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zor-nig, und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bczahleteAlles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmli-scher Vater auch thuu, so ihr nicht vergebet von Herzen, ein Jeg-licher seinem Bruder seine Fehler,
Sonntag
Frage 127. Was ist die sechste Bitte?
Antwort, Und führe uns nicht in Versu-ch ung, sondern erlöse uns von dem Bösen; dasist: Dieweil wir ans uns selbst so schwach sind, daß wirnicht einen Augenblick bestehen können, und dazu unsereabgesagten Feinde, der Teufel, die Welt und unser ei-gen Fleisch nicht aufhören, uns anzufechten, so wollestdu uns erhalten und stärken durch die Kraft deines hei-ligen Geistes, auf daß wir ihnen festen Widerstand thun,und in diesem geistlichen Streite nicht unterliegen, biswir endlich den Sieg vollkymmlich behalten.
Frage 12g. Wie beschließt du dieses Gebet?
Antwort, Denn dein ist das Reich und dieKraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit; das ist:Solches alles bitten wir darum von dir, daß du, alsunser König, und aller Dinge mächtig, uns alles Gutegeben willst und kannst, und daß dadurch nicht wir, son-dern dein heilige? Name ewig soll gepriesen werden.
Frage I2S. Was bedeutet das Wörtlein ^Ametw?
Antwort. Amen heißt: Das soll wahr und ge-wiß fein; denn unser Gebet viel gewisser pon Gott er-höret ist, denn ich in meinem Herzen fühle, daß ich sol-ches von ihm begehre.