Sonntag 5Z.
* Gott erhält und versorget nach seiner Güte wohl"alle Menschen, auch die Bösen, die nicht um ihren Un-tcrhalt bitten, aber als Gottes Kinder sollen wir es rechts erkennen, und dcmüthig bekennen, daß Gott ist der ewigeGeber alles Guten, und daß wir darum alle Wohlthatenmit Gebet und Danksagung aus Gottes Vatcrshand em-pfangen, und sie dadurch heiligen, und gesegnet sein las-sen zum rechten Gebrauch.
I Timodh. 4, 3—4. Gott hat die Speise geschaffen, zu neh-men mit Danksagung, den Gläubige» und denen, so die Wahr-heit erkennen. Denn alle Creatnr GotteS ist gut, und nichtsverwerflich, das mit Danksagung empfangen wird. Denn es wirdgeheiligct durch das Wort GotteS und Gebet. 1 Cor. 10, 31.Herein, s, 23—24. Hosea 2, 8.
Das irdische Brod soll uns hinweisen auf die unver-gängliche Speise, welche ist Christus.
Zeh. 6, 30. Jesus aber sprach: Ich bin das Brod des Le-bens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer anmich glaubt, den wird nun mermehr dürsten.
Sonntag Ii?.
Frage 126. Was ist die fünfte Bitte?
Antwort. „Vergib uns unsere Schulden,als auch wir vergeben unfern Schuldigern;"das ist: Wollest uns armen Sündern alle unsere Missc-that, auch das Böse, was uns noch immerdar anhanget,um des Blutes Christi willen nicht zurechnen, wie auchwir dies Zeugniß deiner Gnade in uns befinden, daß un-ser ganzer Vorsatz ist, nnscrm Nächsten von Herzen zuverzeihen.
Fr.lZiZ Die fünfte Bitte, — Vergib uns unsere Schul-den, wie auch wir vergeben unfern Schuldi-ger», — erkennet zunächst das allgemeine Verder-ben an, denn Jesus lehret um die Vergebung der Sün-