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Sonntag 59.
Rom. IS. 2. Stellet euch nicht dieser Weit gleich, sondernverändert euch durch Vcrneucrung eueres Sinnes, uuf daß ihrprüfen wöget, welches da sei der gute, der wohlgefällige undder vollkommene Gotteswille.
Job. 14, 21. Wer meine Gebote hat, und halt sie, der ist«S, der mich liebet. Psalm 143, U».
Sonntag
Frage !Z5. WaS ist die vierte Bitte?
Unser täglich Brod gib uns heute; das ist:Wollest uns mit aller leidlichen Nothdnrft versorgen, ansdaß wir dadurch erkennen, daß du der einige Ursprungalles Guten bist, und daß ohne deinen Segen, weder un-sere Sorgen und Arbeit, noch deine Gaben uns gedeihen,und wir dcrohalbcn unser Vertrauen von allen Ereaturenabziehen, und allein ans dich setzen.
Fr. l35. „Unser tägliches Brod gib unS heute", lau-tet die vierte Bitte, die in diesem Sonntag erkläret wird.Sie ist die einzige, die sich auf dic äußereNzBednrsuisse desLebens beziehet. Diese Bitte umfasset Alles, was zurLcibcönahrung und Nothdnrft gehöret, als: Essen, Trin-ken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut,fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, frommeund getreue Oberhcrrcn, gut Regiment, gut Wetter,Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreueNachbarn und desgleichen. Die vierte Bitte ist zunächst dieArbeitsamkeit fördernd. JesnS lehrt uns beten um„unser" Brod, und läßt uns damit von Gott erbitten,daß er uns Lust und Liebe, Kraft und Gelegenheit zurArbeit geben wolle, daß wir unser eigen verdientesBrod essen können, und uns nicht ans unrechtmäßigeWeise in den Besitz irdischer Güter setzen.
2 Thess. 3, 10. So Jemand nicht will arbeiten, der sollauch nicht esien.
Diese Bitte lehret unS um das „tägliche" Brod