Druckschrift 
Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
Entstehung
Seite
189
Einzelbild herunterladen
 

Frage 120, 42t.

bctcs in uilö erwecke die kindliche Furcht und Zuversichtgegxn Gott, welche der Grund unseres Gebetes sein soll,nämlich, das! Gott unser Vater durch Christum gewordensei, und wolle nnS vielwenigcr versagen, warum wir ihnim Glauben bitten, denn unsere Väter uns irdische Dingeabschlagen.

Frage 121. Warum wird hinzugcfüget: Der du bist indem Himmel?

An tw o r t. Auf daß wir von der himmlischen Ma-jestät Gottes nichts Irdisches gedenken, und von seinerAllmächtigkeit alle Nothdurft des Leibes und der Seelegcwartcn.

Das Gebet des Herrn ist uns sowohl als Formel, »zum wörtlichen Nachbeten gegeben, wie als Muster, umdadurch beten zu lernen. Es zerfällt in die Ansprache,in die sechs Bitten und in den Beschluß.

Die Ansprache, die in diesem Sonntag erkläret wird,Fr.120.lautet: Unser Vater, der du bist in dem Himmel.Der Herr wählte zur Ansprache den Vatcrnameu, darum,weil er der lieblichste unter allen Namen Gottes ist, undweil er uns an die gottgefälligen Eigenschaften des Be-tenden erinnert, an kindliche Furcht und Zu-versicht.

Hebräer 4, 10. Lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zudem Guadeustuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen, undGnade finden, auf die Zeit, wann uns Hülfe noth sein wird.

Gott ist in Beziehung ans die Schöpfung Vater al-ler Menschen, in Beziehung auf die Erlösung aber nurVater derjenigen, die durch die Ncugeburt und den Glau-ben Kinder Gottes geworden sind.

Ephes. I. 5. Gott hat uns verordnet zur Kindschaft gegenihn selbst, durch Lesum Christ, nach dem Wohlgefallen seinesWillens. Rom. 8, 1415.

Unser Vater, lehret Christus uns beten, theils umdadurch anzuzeigen, daß wir durch den Glauben Gottals unfern Vater wirklich betrachten dürfen, theils daß