Frage IIS, 1i7, 113, 119. 187
Zacobi 2, IZ. Leidet Jemand unter euch, der bete.
Man wendet gegen die Nothwcndigkmt des Gebetes »
ein:
1. Gott wüßte, was wir bedürften,"darum sei es über-
flüssig, daß wir es ihm sagten;
2. Gott sei ja gütig und liebevoll, darum scildas Bit-
ten nicht nothwcndig;
3. so Viele erhielten ohne Gebet mehr, als Andere mit
Gebet.
Diese Einwendungen kommen aus einem lanen und ^trägen Herzen, und können nichts gegen die Nothwendig-kcit des Gebetes beweisen, denn:
1. Gottes Güte sollte dann wenigstens zum Dank reizen;
2. Gottes Nathschlnß kann durch das Gebet bedingt sein; ^
3. manche Gebete werden darum nicht erhört, entwe-
der weil die Erhörnng dem Bittenden schädlichwäre, oder weil es dem Gebet an den nothwcn-digcn Eigenschaften fehlt.
Ein Gebet, damit es Gott gefalle, muß: Fr.117.
1. an den einigen, lebendigen Gott gerichtet
sein;
Matth. 4, ly. Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, undIhm allein dienen.
2. mit Andacht, in Sammlung desGemnthes
geschehen;
Psalm 145, >8. Der Herr ist nahe Allen, die ihn anrufen.
Allen, die ihn mit Ernst anrufen.
Jacob! 5, 16. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn esernstlich ist.
3. in Demuth und rechter Erkenntniß des
Sündenelendes;
I. Petri 5, 5. Den Oemüthigen gibt Gott Gnade.
I. MoseS 18, 27. Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mitdem Herrn zu reden, wiewohl ich Erde und Asche bin.
4. glaubcns- und Vertrauens,vvll sein;