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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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180
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18» Sonntag 4g.

e) weil die Lüge alles Zutrauen im Leben aufhebt.

Auch vermeinte Roth- und Dienst-Lügen sind alsSünde zu meiden, und machen immer die Noch und Ver-wickelungen noch großer wenigstens vor Gott. Auch diekleinste ist und bleibt Sünde.

Epheser 4, 25. Leget die Lüge» ad, und redet die Wahr-heit, ein Jeglicher mit feinem Nächsten.

8. die Schmeichelei;

» d. i. diejenige Sünde, wornach man Böses am Neben-menschcu lobt, oder ihm gute Eigenschaften andichtet, dieer nicht besitzet.

1 Chronika 30, 17. Aufrichtigkeit ist Gott angenehm.

S. die Schwatzhaftigkcit;

» d. i. diejenige Untugend, wornach der Mensch viel Un-nützes, und wohl gar Unwahres spricht.

Sprüche 10, 19. Wo viele Worte sind, da geht es ohneSünde nicht ab.

10. die Ruhmredigkeit und das Prahlen;

* d. i. diejenige böse Neigung und Fertigkeit, wornach derMensch sich erdichteter Vorzüge rühmet, oder wirklichevergrößert.

Römer 12, 3. Niemand halte weiter von sich, denn sichsgebühret »u halten.

Geboten ist dagegen im nennten Gebote:

1. daß wir in Gerichts- und allen andern

Handlungen die Wahrheit lieben, sagenund bekennen sollen;

Sachar. 8, 13. Rede Einer mit dem Andern Wahrheit.

2. daß wir des Nächsten guten Namen, Ehre

und Glimpf nach unscrm Vermögen ret-?tcn und fördern sollen; Spr. l0, 12.

» Der gute Name ist ein großes Gut, denn:n) er ist nothwcndig zum Vroderwerb;

I») er hält vom Bösen zurück;e) er vermehrt unsere Wirksamkeit;