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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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170
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Sonntag

Matth. b,7. Selig sind die Barmherzigen, denn sie wewden Barmherzigkeit.erlangen. Zacobl 2, 13.

» S. Freundl chkeit,

d. i. diejenige Gesinnung, wornach wir einem Je-den mit Liebe begegnen.

Ephcser 4, 22. Seid aber unter einander freundlich undherzlich. Spr. 15, 20.

» Selbst unsere Feinde müssen wir lieben,s. und l'hncuGuteS thun. (Siehe Sonntag 2.)

Zur Ausübung der im sechsten Gebot gebotenen Tu-genden reizt uns nicht blos der Befehl Gottes, son-dern vornehmlich die Geduld, Sanftmnth, Barmherzig-keit und Freundlichkeit, womit Gott unö getragen hat,da wir noch seine Feinde waren, womit er uns bis a»das Ende unserer Tage, vhncrachtet der stets anklebendenSündhaftigkeit tragen muß. Unö sind tO,(ü)U Pfund ge-schenkt, die wir Gott schuldig waren; sollten wir demNächsten nicht einige Groschen schenken? Luc. 6, 36.

Sonntag Xlr?.

Frage 108, Was will das siebente Gebot?

Antwort. Daß alle Unkenschheit von Gott ver-maledeiet sei, und daß wir darum ihr von Herzen Feindsein, und keusch und züchtig leben sollen, es sei im heili-gen Ehestände, oder außerhalb desselben.

Frage 100. Verbietet Gott in diesem Gebot« nichts mehrdenn Ehebruch und dergleichen Schande?

Antwort. Dicwcil beide unser Leib und SeeleTempel des heiligen Geistes sind, so will er, daß wir siebeide sauber und heilig bewahren; verbietet derhalben alleunkenschc Thaten, Gcberden, Worte, Gedanken, Lüste,und was den Menschen dazu reizen mag.