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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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160
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Sonntag 39.

Sonntag XXXIX.

Frage N>4. Was will Gott im fünften Gebot?

Antwort. Daß ich meinem Vater nnd Mutter,und Allen, die mir vorgesetzet sind, alle Ehre, Liebe undTreue beweisen, nnd mich aller guten Lehre und Strafemit gebührlichem Gehorsam unterwerfen, nnd auch mitihren Gebrechen Geduld haben soll; dicwcil uns Gottdurch ihre Hand regieren will.

Mit dem fünften Gebote beginnet die zweite Tafel desGesetzes, welche die Pflichten gegen den Nächsten und diePflichten gegen uns selbst enthält, die in der ersten Ta-fel noch nicht bezeichnet sind.

Fr.?v4. Das fünfte Gebot, das im 39stcn Sonntag erklärtwird, enthält zunächst die Pflichten der Kinder gegendie Eltern.

Kinder haben ihren Eltern zu erweisen 1. Treue,2. Gehorsam, 3. Ehre, 4. Liebe.

I. Die Pflicht der Treue gebietet:n) daß Kinder ihren Eltern nichts entwenden;

» Die Entschuldigungen des häuslichen Diebstahls sindeben so strafbar, wie der Diebstahl selbst; darum sagtdie Schrift:

Spr. Sal. 28, 2t. Wer seinem Vater oder seiner Mutteretwas nimmt, und spricht, ^es sei nicht Sünde", der ist desVerderbers Geselle.

st) daß sie den Nachthcil der Eltern abwenden, den Vor-theil dersclbigcn suchen!

* Kinder können dieses durch treue Vcnntzung des Un-terrichts, durch Ordnung und Reinlichkeit in allen Sachen,durch Fleiß und Sparsamkeit.

e) daß sie die Eltern im Alter und in der Roth unter-stützen, und sie nicht verlassen.

* Dazu sind Kinder nach göttlichem und nach