IZ3 Sonntag 38.
Das vierte Gebot verpflichtet:
1. zur thätigen Sorge für die Erhaltung der Kirchen
und Schulen; 2 Tim. 4, 2. Ephes. k, 18 — IS.
2. zum Beitragen für die Besoldung der Lehrer; Gar
latcr 6, 6. 1 Cor. 9, 13.
3. zur Uebernahme und treuen Wahrnehmung der kirch-
lichen Acmter, zur Versorgung der Gemciucange-lcgenheitcu. Rom. 12, 7. Colosscr 4, 17.
Dazu verpflichtet sind vornehmlich die Obrigkeit, dasLehramt, aber auch jedes einzelne Gcmeindcglicd.
Zesaias 49, 33. Die Könige sollen deine Pfleger sein, undund ihre Fürstinnen deine Säugammen.
Titus 2, 7 — 8. Allenthalben aber stelle dich selbst zumVorbilde guter Werke, mit unversälschter Lehre, mit Ehrbarkeit,mit heilsamen und untadelichem Wort, auf daß der Widerwär-tige sich schäme, und nichts habe, daß er von uns möge Bö-ses sagen.'
Hebr. >3, 17—18. Gehorchet euern Lehrern und folgetihnen, denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechen-schaft dafür geben sollen; auf daß sie das mit Freuden thun undnicht mit Seufzen, denn das ist euch nicht gut. Betet für uns.
Auf schreckliche Weise, nicht allein durch fortgehendeVerrichtung der täglichen Geschäfte, sondern durch diegröbsten Sünden und Laster, werden Sonn- und Fest-Tage entweihet. Jeder Christ soll mit Wort, Gebetund That eine bessere Sonntags- und Fest-Feier helfenherbeiführen.
Die Feste des Christlichen Kirchenjahres sind:
I. das Christfest, das uns die gnadenreiche GeburtJesu Christi verkündet, und am Losten Dezembergefeiert wird.
Auch Weihnachten heißt dieses Fest, darum, weilChristus in der Nacht geboren ist, und diese Nacht da-durch gcwcihet ist. Die vier Sonntage, welche diesem Festevorhergehen, nennt man Adventssonntage und die ganzeZeit Ädventszeit. Advent bedeutet Zukunft, und dieseZeit soll uns die dreifache Zukunft des Herrn verkün-den. Mit dem ersten Adventssonntag beginnet das Kir-chenjahr.