139 Frage 8K, 87.
* Der Catechismus behandelt den dritten Thcil also,daß er Sonntag 32 (Fr. 8K — 87) die Nothwcndigkcitder guten Werke als ein Stück der Dankbarkeit zeiget;Sonntag 33 (Fr. 88 — 91) den Ursprung und die Na-tur der guten Werke nachweiset; von Sonntag 34 — 44(Fr. 92 —115) eine Richtschnur für dieselben nach denzehn Geboten aufstellet; endlich von Sonntag 45 — 52(Fr. 116—129 von dem Gebete, thcils als einem wich-tige» Thcilc der Dankbarkeit, theils als Hciligungsmit-tel, handelt.
Fr, 83. Die Dankbarkeit für die ans Gnaden durch Christumempfangene Erlösung muß sich in guten Werken kund thun.(Sonntag 24).
Ioh. 14, IS. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.
I. Ioh. S, 3. Das ist die Liebe zu Gott, daß mir sein«Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer.
Gute Werke zu thun ist der Gerechtfertigte verpflichtet,denn:
1. Wir sollen uns dadurch mit unserm ganzen Leben
für die geschehene Erlösung und Erneuerung zuGottes Ebenbild dankbar erzeigen, und Gott durchunser Leben preisen.
Ps. 30, S. Ihr Heiligen, lobsinget dem Herrn, danket undpreiset seine Heiligkeit. 1 Petri 2,9. Ioh. IS, 8. i Cor. 49, II.
2. Der Fleiß in guten Werken ist für uns selbst ein
Prüfstein der Lebendigkeit und Festigkeit unseresGlaubens.
2 Petri I, 19. Darum, lieben Brüder, thut desto mehrFleiß, euer» Beruf und Erwählung fest zu machen, Denn woihr solches thut, werdet ihr nicht straucheln. Iacobi 2, II u. I?.I Ioh. 2, 3 — 6.
3. Durch unfern gottseligen Wandel können wir unseren
Nächsten Christo gewinnen.
Matth. S, 16. Lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daßsie eure guten Werke sehen, und euern Vater im Himmel preisen
Fr. 87. sollen nicht selig werden, welche sich nicht be-
' kehren, vom Bösen ablassen und Gutes thun.
I Cor. 6, 9—19. Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten