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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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121
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Frage 80, 8l, 82. !Zl

Frage 81. Welche sollen zu dem Tische des Herrn gehen?

Antwort. Die sich selbst um ihrer Sünden willenmißfallen, und doch vertrauen, daß dieselben ihnen ver-ziehen, und die übrige Schwachheit mit dem Leiden undSterben Christi bedecket sei; begehren auch je mehr undmehr ihren Glauben zu stärken, und ihr Leben zu bessern.Die Unbußfcrtigcn aber und Heuchler essen und trinkensich selbst das Gericht.

Frage 82. Sollen aber zu diesem Abendmahls auch zugelassenwerden, die sich mit ihrem Bekenntnisse und Lebenals Ungläubige und Gottlose erzeigen?

Antwort. Nein, denn es wird also der BundGottes geschmähet und sein Zorn über die ganze Gemeinegcreizct. Derohalbeu die Christliche Kirche schuldig ist,nach der Ordnung Christi und seiner Apostel, solche biszur Besserung ihres Lebens, durch daö Amt der Schlüsselauszuschließen.

Die SOste Frage gehört noch zur Beantwortung des «fünften Hauptpunktes; die 81ste and 82stc Frage beant-worten den sechsten Hauptpunkt: Wie sollen wir zumTische des Herrn gehen?

Zwischen dem Abendmahl des Herrn und der päpsti- Fr. gg.sehen Messe bestehet ein großer Unterschied:

1. Das Abendmahl ist Zeichen und Siegel von dcrVcr- «

gebung der Sünden, die Christus durch sein blu-tiges Opfer am Kreuze einmal erworben hat; dieMesse bindet diese Vergebung noch an das darzu-bringende Opfer des Meßpricsters. Die Messeist darum eine Verläugnung des einigen OpfersJesu Christi.

Hebr. g, 2S 26. Auch nicht, daß Christus sich ostmalsopfere, gleichwie der Hohepriester gehet alle Zahre in das Heiligemit fremdem Blut. Sonst hätte er oft müssen leiden vom An-fang der Welt her. Nun aber am Ende der Welt ist er einmalerschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.

2. Das Abendmahl weiset uns hinauf in den Himmel, *

wo Christus muß angebetet werden; die Messe leh-ret, daß Christus in der Hostie leiblich gegeuwär-