Sonntag 25. 101
fcrtiguilg gegen die stolze pharisäische Werkgerechtigkcitauf, die fortwährend dem natürlichen Menschen anklebet;Jacobus hingegen stellet dieselbe Lehre einem todtcn undunfruchtbaren Glauben, der kein Glaube ist, entgegen;die Vereinigung stehet:
Titus I, 8. Solches will ich, daß du fest lehrest, auf daßdie, fo au Gott gläubig siud geworden, in einem Stande guterWerke erfunden werden. Solches istgutundnuke den Menschen.Hebr. 10, 26-27. 2 Petri 2, 20. » Zoh. 2 ,'lS.
Sonntag XXV.
krage KS. Dieweil denn allein der Glaube uns Christi undaller seiner Wohlthaten theilhaftig machet, woherkommt solcher Glaube?
Antwort. Der heilige Geist wirket denselben inunfern herzen durch die Predigt des heiligen Evangeliums,und bestätigt ihn durch den Brauch der heiligen Sacramcnte.
Frage KK. Was sind Sacramente?
Antwort. Es sind sichtbare, heilige Wahrzeichenund Siegel, von Gott dazu eingesetzt, daß er uns durchden Brauch dersclbigen die Verheißung des Evangeliumsdesto besser zu verstehen gebe und versiegele, nämlich:daß er uns von wegen des einigen Opfers Christi, amKreuz vollbracht, Vergebung der Sünden und ein ewigesLeben aus Gnaden schenke.
Frage K7. Sind denn beide, das Wort und die Sacramentedahin gerichtet, daß sie unfern Glauben auf das Opfer Zesu
Christi am Kreuz, als auf den einigen Grund unsrerSeligkeit weisen?
Antwort. Ja freilich, denn der heilige Geist leh-ret im Evangclio, und bestätiget durch die heiligen Sa-cramente, daß unsre ganze Seligkeit stehe in dem einigenOpfer Christi, für uns am Kreuz geschehen.