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Tonntag 29.
Diese Sunde wider den h. Geist war die Sünde der-jenigen Juden, welche wider besseres Wissen und Ge-wissen die Werke Christi, durch die Wirkung des heiligenGeistes gethan, der Wirkung des Teufels zuschrieben.Auch jetzt noch kann man die Sünde wider den h. Geistbegehen, wenn man die durch Erleuchtung des h. Geisteserkannte göttliche Wahrheit als Tcufelswcrk öffentlichverläugnct. Durch jede Vcrstvckuug gegen die Einwir-kung des b. Geistes betrüben wir dcusclbigcn. Ephcs. 4,39. Ics. 63, 10.
Der h. Geist gebet aus vom Vater und vom Sohne,heißt darum auch der Geist Gottes und Christi.
Joh. 15. 26. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchenich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, dervom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Römer 8,S u. 14. Galater 4, 6. 2 Thess. 2, 8.
^ II. Die Gaben des h. Geistes theilet man ein inattßerordcntlich.e und ordentliche.
* Die außerordentlichen Gaben waren diejenigenaußergewöhnlichen Kräfte, welche den Prophetenund Aposteln mitgctheilt wurden zur Vorbereitung aufdas Prcdigtamt des Evangeliums und zur Ausbreitungder geschehenen Erlösung. Apostelg. 2. Die ordent-lichen Gaben des h. Geistes sind diejenigen Kräfte,welche., ^.eder zum Werke der Buße und Heiligung wiezu einem jeglichen Guten bedarf. 2 Cor. 4, 13. Galat.4, 6. 2 Tim. 1, 7.
Der Glaube an den h. Geist, der zugleich dessenWirkung ist, bestehet darin, daß wir nicht allein denh. Geist für wahren Gott erkennen, sondern auch mitWahrheit sagen können, er ist auch uns gegeben.Dann macht uns der h. Geist Christi und aller seiner -Wohlthaten theilhaftig.
» Zu diesen Wohlthaten gehören die Be rufung, dieErleuchtung über unser sündlichcS Verderben und dasHeil in Christo, der Glaube au Jcsum Christum, dieVersicherung der Vergebung der Sünden, das Zeug-niß der Kindschaft Gottes, Kraft zum Gebeteund zur Heiligung, die inwendige Leitung, die Ver-