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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
Entstehung
Seite
78
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73 Sonntag IS.

Fr. Z2. Die letzte Stufe der Erhöhung Ehristi ist seineWiederkunft zum Gericht. Christus wird sichtbar,majestätisch, herrlich in den Wolken des Himmels zumGericht wiederkommen. Es wird dieses das allgemeineWeltgericht sein.

* Es ist ganz gewiß, daß ein solches Weltgericht Stattfinden wird:

1. Die Bibel lehrt uns solches ausdrücklich.

Apostelg. 17, 36 ZI. Und zwar hat Gott dieZeit der Un-wissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an al-len Enden Buße zu thnn; darum daß er einen Tag gesetzt hat,auf welchen er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerech-tigkeit, durch einen Mann, in welchem er'S beschlohcn hat, undJedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von de»Tvdten auferwecket, l Thess. 4, 1617. Matth. 25, Ii33.

I. Die Ahndung davon hat Jeder in seinem Innern.

I. Gottes Gerechtigkeit erfordert ein solches Gericht.2 Thess. 1, 5 7.

Der Zweck dieses allgemeinen Gerichts ist:

1. Gott will seine Wege und seine Gerichte in ihrer

Gerechtigkeit vor aller Welt offenbaren. Matth.25, 14 30.

2. Durch dieses Gericht soll die Herrschaft Christi offen-

bar werden. Matth. 25, 31.

3. Die Oeffcntlichkeit des Gerichts soll eine Belohnung

für den Frommen, eine Strafe für den Gottlosensein. Offcnb. 3, 5.

» Die heilige Schrift bezeichnet als nähere Beschaffen-heit dieses Weltgerichts:

1. Christo ist vom Vater das Weltgericht übergeben,

welches ihm als dem vollendeten Mittler zukommt,und für die Gläubigen so sehr erfreulich ist.

Apostelg. 16, 42. Christus ist verordnet von Gott ein Rich-ter der Lebendigen und der Tobten. Joh. 5, 27.

2. Das Gericht wird ganz allgemein sein; alle Men-

schen nebst den bösen Engeln werden gerichtet wer-den, Lebendige und Todte, Junge und Alte, Kö-nige und Unterthanen, Fromme und Gottlose,