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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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64
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LI Sonnrag 15.

Philixper 2, 5, Ein Jeglicher sei gcstnnct, wie Jesus Chrüsrus auch war. 2 Connthee 8, 9.

Sonntag XV.

Frage 37. Was verstehst du durch das Wörtlein Geli tten"?

Antwort. Daß cr an Leib und Seele die ganz;Ze it seines Lehens auf Erden, sonderlich aber am Endedesselben, den Zorn Gottes wider die Sunde des ganzenmenschlichen Geschlechtes getragen hat, anf daß er mitseinem Leiden, als mit dem einigen Sübnopfer, unsernLeib und unsere Seele von der ewigen Verdammnil) cr-löscte, und uns Gottes Gnade, Gerechtigkeit und ewigesLeben erwürbe.

Frage 38. Warum hat er ,g> nter dem Nichter PontioPilato" gelitten?

Antwort. Auf daß er unschuldig unter dem welt-lichen Richter verdammet würde, und uns damit vondem strengen Urthcil Gottes, das über uns ergehensollte, erledigte.

Frage 39. Ist es etwas mehr, daß er ist qekreuziget"worden, denn so er eines andern Todes gestorben wäre?

Antwort. Ja, denn dadurch bin ich gewiß, daß erdie V ermalcdcinng, die auf mir lag, auf sich geladen habe,dicweil der Tod des Kreuzes von Gott verflucht war.

^ . Der IZte Sonntag erkläret die zweite 'Stufe derErniedrigung Christi, sein Leiden.

Die 37stc Frage weiset uns das ganze Leiden dcSHerrn nach, die 38ste den Zweck seines Leidens unterPvntio Pilato, die 3Sste den Zweck deS Kreuzestodes.

.37. Christus hat an seinem Leibe, wie an seiner Seele,die ganze Zeit seines Lebens ans Erden gelitten. Armnth,Verfolgung, Spott, Verachtung hat er von Anfang sei-ner Menschwerdung an ertragen.