59 Sonntag 19.
doch in gleiche,' Berdammniß bist? Und zwar wir stnd billig da-rinnen, denn wir empfangen, was unsere Thaten werth sind; die-ser hChristnc) aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt.
Die Erkenntnis; der Schöpfung und Vorsehung Got-tes soll uns:
1. in allcrWiderwärtigkcit geduldig machen;
Die Leiden des Lebens sollen unsere Herzen von demIrdischen losreißen, unS läutern und in der Gottseligkeitfördern. Durch Geduld ehren wir Gott.
Römer 8, 18. Denn ich halte dafür, daß dieser Zeit Leidender Herrlichkeit nicht werth sei, die an uns soll geoffenbarct wer-den. 2 Corinther 4, 17.
Jacobi I, 2—4. Meine lieben Brüder, achtet cS eitelFreude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet, und wisset,daß euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Ge-duld aber soll fest bleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid voll-kommen und ganz, und keinen Mangel habt. Hiob I, 21.
L. in der Glückseligkeit dankbar;
5 Der Dank für Gottes unermeßliche Wohlthatcn mußaus dem lebendigen Gefühl unserer Unwürdigkeit undGottes grundloser Barmherzigkeit entspringen. Er mußsich äußern durch würdigen Gebrauch der göttlichen Ga-ben, und durch ein Gott wohlgefälliges Leben.
I Thess. 5, 18. Seid dankbar in allen Dingen, denn dasist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch
3. in Beziehung auf die Zukunft guter Zu-versicht zu unscrm getreuen Gott und
Vater.
» Mit Leichtsinn oder mit zu großer Angst ge-hen gewöhnlich die Menschen der Zukunft entgegen. BeideAbwege muß der Ehrist vermeiden. Er soll im Vertrauenauf Gott getrosten Mnthcs dem Dunkel der Zukunft ent-gegen gehen, da keine Creatur ihn von Gottes Liebescheiden kann, weil sie alle also in seiner Hand sind, daßsie sich ohne seinen Willen auch nicht regen noch bewe-gen können.
Römer 8, J8 —Zg. Denn ich bin gewiß, daß weder Todpoch Leben, weder Engel noch Fürstenthnm noMGewalt, weder