Frage 27, 2s. 4S
Testamente ist es die Geschichte Christi, die den Glau-ben an die spccicllste Vorsehung gegen alle Zweifelfest und gewiß macht.
I Moses 50, 20. Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen,aber Gott gedachte eS gut zu macheu, daß er thäte, wie es jetztam Tage ist, zu erhalten viel Volks.
Apostelg. 2, 06. So wisse uu» das ganze Haus Israel ge-wiß, daß Gott diese» Iesum, den ihr gekreuziget habt, zu einemHerrn und Christ gemacht hat.
I!I. Bei der Erfahrung aber, daß die Gottlosen oft *glücklich zu sein scheinen und daß es ihnen oft äußerlichso wohl geht, wahrend die Frommen in der Schuledes Kreuzes uud der Leiden sind, müssen wir bedenken:
1. Die wahre Glückseligkeit besteht nicht in irdischeilGütern und in dem, was die Welt Glück nennt.
Lucä t2, 15. Niemand lebet davon, daß er viele Güter hat.
2. Trübsal heißet der Weg, der ins Reich Gottes füh-ret. Tic Leiden sind nicht bloß Folgen der Sünde,sondern dienen eben sowohl unter Gottes Regierungzur Züchtigung, Prüfung und Heiligung der Men-schen. Sie sind Gegengift gegen das Hauptübel inder Welt, gegen die Sünde.
Iesaia 26, 16. Herr, wenn Trübsal daist, so sucht man dich;wenn du sie züchtigest, so rufen sie ängstlich.
Hebt. 12, 6—7. Welchen der Herr lieb hat, den züchtigeter; er stäuvt aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. Soihr die Züchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kin-dern; denn wo ist ein Sohn, den der Bater nicht züchtiget?
3. In den Wegen der Vorsehung bleibt und soll unshier viel verborgen bleiben, wovon die Enthüllungfür das ewige Leben aufgehoben ist.
Iesaia 55, 8 — 9. Denn meine Gedanken sind nicht eureGedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht derHerr; sondern so viel der Himmel hoher ist, denn die Erde, sosind auch meine Wege höher, denn eure Wege, und meine Ge-danken, denn eure Gedanken.
4. Kein Mensch leidet so viel, als wie ermit seinen Sünden verdienet hat.
Lucä 23,10—41. Da antwortete der andere sSchächerg, strafteihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor GotkZder du