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Gott beißt „allmächtiger Schöpfer Himmelsund der Erde," weil Himmel und Erde durch dasAll-machtswort Gottes aus nichts geworden sind.
Hebr. N, n. Durch de» Glauben merken wir, daß die Weltdurch Gotteö Wort fertig ist; daß Alles, was man stehet, ausnichts geworden ist.
In der Reihenfolge und Ordnung ist Alles auf sei- ^neu allmächtigen Befehl entstanden, wie uns solches 1.Mos. l. erzählet wird. Im Anfang schuf Gott Himmelund Erde, lind die Erde war wüste und leer, und eswar finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebteauf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht.Und es ward Licht. Und Gott schied das Licht von derFinstcruiß. Da ward aus Abend und Morgen der ersteTag. Am 2. Tage schuf Gott die Luft, die Feste desHimmels oder das Firmament; am 3. Tage die Schei-dung zwischen Erde nud Meer, sodann Kräuter und Pflan-zen; am 4. Tage Sonne, Mond und Sterne; am S. Tagedie Vögel und die Fische; am li. Tage die Thierc undzuletzt den Menschen. Den Menschen schuf Gott zuletzt,zuerst den Mann, Adam, von Erde, und dann dasWeib, Eva, aus einer seiner Rippen; von welchemMenschcnpaare das ganze Menschengeschlecht abstammt.Apostelgeschichte 17, 2<i. Gott hat dem Menschen bei derSchöpfung große körperliche und geistige Vorzügevor allen andern sichtbaren Wesen gegeben.
Die körperlichen Vorzüge waren die Unsterblich-keit des Körpers, die Sprache, die ausrechte Stellungund die feinen Sinncswerkzcuge. Insbesondere begabteder Herr die Seele mit großen Kräften, mit Ver-stand und Vernunft, um nicht blos die Dinge dieserWelt zum Nutzen zu gebrauchen, sondern um Gott rechtzu erkennen, mit einem Herzen, um die Freuden an derNatur und im Umgänge »nt Gott recht zu empfinden,und einem freien Willen, um das Gute zu erwählen,das Böse zu verwerfen. Gedächt niß und Einbil-dungskrast waren auch große Gaben und Kräfte derSeele. Die Sünde hat die Kräfte des Leibes und derSeele zerrüttet.
Außer den Menschen hat Gott auch noch andere hö-