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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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38
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Z8 Sonntag 9.

gieret, um seines Sohnes Christi willen, mein Gott undmein Vater sei, ans welchen ich also vertraue, daß ichnicht zweifle, er werde mich mit aller Nothdnrft Leibesund der Seele versorgen, anch alles Uebcl, so er mirin diesem Jammerthal zuschicket, mir zu gut wenden, dic-wcil er es thun kann als ein allmächtiger Gott, und auchthun will, als ein getreuer Vater.

Der Catechiömus gehet vom 9. Sonntag an dazuüber, d ie drei Theilc -deS Glanbcnsbekenntnisscs zu er-klären. Im 9. und 10. Sonntag (Fr. 26 28) erklärter den ersten Thcil, nämlich die Lehre von Gott dem Va-ter; vom kl. bis 19. Sonntag (Fr. 29 52) die Lehrevon Gott dein Sohne; von dem 20. bis 21. Sonntag(Fr. 53 94) die Lehre von Gott dem heiligen Geiste.Den ersten Thcil behandelt der Eatechismus also, daßer in der Aiten Frage eine allgemeine Erklärung diesesTheiles gibt, in der 27sten Frage die Lehre von der Vor-sehung besonders behandelt, und in der 28sten Frage dengroßen Einfluß dieses Glaubensartikels ans das Lebenzeiget.

Fr. 29. Das Glaubensbekenntnis) gibt der ersten Person derGottheit die Namen: Gott, Vater, allmäch-tiger Schopfer Himmels und der Erde.

Der Name Gott kommt von Gut" her, undda r um heiß et Gott so, weil er allein gut, höchst voll-kommen ist, und weil von ihm jede gute und vollkommeneGabe kommt.

Marc. Ich 18. Niemand ist gut, denn der einige Gott.

Jocobi I, l?. Alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabekommt von oben herab, von dem Bater des Lichts, bei welchemist keine Veränderung, noch Wechsel des Lichtsund der Finsterniß.

Vater heißt Gottthcils um der Schöpfung, thcilsum der Erlösung willen.

Ephes. I, 2. Gelobet sei Gott und der Vater unsers HerrnJes u Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segenin himmlischen Gutern durch Christum.

Maleachi 2, 10. Haben wir nicht alle Einen Vater? Hatuns nicht Ein Gott erschaffen?