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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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B o r r c v e.

wie der Mersmann warten auf die köstliche Fruchtdes Wortes, geduldig sein, bis er empfange, nachder Verheißung des Herrn, den Morgenregcn undAbendregcn *). Die hohe Wichtigkeit und schwereVerantwortlichkeit des Religionsunterrichtes fühltder Geistliche am tiefsten bei der nahern Vorberei-tung zur Confirmation. Je mehr sich die Zeit derEntlassung nähert, um so lieber mochte er ste weithinausschieben, um noch länger unterrichten, bittenund flehen zu können: Habt nicht lieb die Welt,noch was in der Welt ist. Des Predigers Für-bitte ist wohl selten ringender und dringenderals am Confirmationstage. Viele Confirmandenbesiegeln bei der Confirmationshandlung den schonfrüher mit Gott errichteten Bund, werden als Glie-der der sichtbaren Kirche mit allen Pflichten undRechten evangelischer Christen aufgenommen, nach-dem sie schon früher der unsichtbaren angehörten.Vielleicht noch Mehrere sehen aber den Eonfirma-tionsschein als Erlaubnisschein an, Catechismus undBibel bei Seite zu legen, dagegen die sündlichen undrauschenden Lustbarkeiten der Welt zu genießen.Groß ist alljährlich die Zahl der Confirmirten,welche durch die Confirmation nicht confinnirt wur-den. Ja, groß ist und wird noch lange Zeit dieZahl bleiben, die, gezwungen durch äußere Ver-hältnisse, confirmirt werden mußte, ohne kaum dieGrund- und Fundamental-Wahrheiten des Chri-

«) Jacob! s, 7, Ies. SS, 10 ll.