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Der Heidelbergische Catechismus nebst den betreffenden Beweisstellen der Heiligen Schrift
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Seite
70
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7V Sonntag 39,

Ii) Pflichten der Eltern gegen die Kinder, der Vormündergegen ihre Mündel:

Ephes. 6, Ihr Bäter, reizet eure Kinder nicht zun, Zorn, sondernziehet sie auf in der Zucht und Wermahnung zum Herrn.

5 Mos. Z2, 4ti. Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heutebezeuge, daß ihr sie euern Kindern befehlet, daß sie thun und halten alleWorte dieses Gesetzes.

Spr. Seil. lZ, 21. Wer seiner Ruthe schonet, der hasset seinenSohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtiget ihn bald. Spr. 23, 17. 22,6.

e?f Pflichten der Unterthanen gegen die Obrigkeit:Matth. 22, 21. Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott,was Gottes ist.

Rom. IZ, i2. Jedermann sei unterthan der Obrigkeit, die Gewaltüber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott; wo aberObrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrig-keit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werdenüber sich ein Urtheil empfangen. V. 1 u. 6.

l Tim. 2, t- S. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingenzuerst thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges undstilles Leben führen mögen, in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit,elf Pflichten der Schüler und Genieinegliedcr gegen die Lehrer:Hebr. tZ, 1718. Gehorchet euern Lehrern, und folget ihnen: dennsie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen»auf daß sie das mit Freuden thun, und nicht mit Seufzen, denn das isteuch nicht gut. Betet für uns.

a) Pflichten des Gesindes gegen die Herrschaft:

Ephes. 6, 56. Ihr Knechte, seid gehorsam euern leiblichen Herren,mir Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Christo;Nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sonder»als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen,mit gutem Willen. Lasset euch dünken, daß ihr dem Herrn dienet, undnicht den Menschen. Tit. 2, 3tn. 1 Petri 2, 18. Eol. Z, 22.

Spr. Sal. 16, Zt. Graue Haare sind eine Krone der Ehren, dieauf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden werden,s) Pflichten der Obrigkeiten, Lehrer und Herrschaften gegenihre Untergebene und Pflegbefohlenc:

Ephes. 6, 3. Und ihr Herren, thut auch dasselbige gegen sie, undlasset das Drohen, und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, undist bei ihm kein Ansehn der Person.

Ps. 82, Z 4. Schaffet Recht dem 'Armen und dem Waisen, undHelfer dem Elenden und Dürftigen zum Recht. Errettet den Geringenund Armen, und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. Col. 4, 1.