Druckschrift 
Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

— 43 —

gern Sem Wort auf und au, und hält es. DemLiebenden wird kein Gebot und Wort des Gelieb-ten schwer; zumal da Seine Worte und Geboteeben so viele Verheißungen and Segnungen sind,und nicht mehr von uns fordern, als sie uns zu-vorkommend Gnade schenken und mittheilen. DennSein erstes Gebot und Wort an dich ist ja: dusollst glauben an Seinen Namen, der die Sünderselig macht, an Sein Evangelium, welches eineKraft Gottes ist, selig zu machen Alle, die daranglauben. Wer dieses Gebot zuerst hört und hält,aer kann alle andere Worte und Gebote halten;oenn wer an Ihn glaubt, der hat Vergebung derSünden, hat das ewige Leben; in dem wohnt Got-tes Kraft, in dessen Herz ist die Liebe ausgegossen,und was ist der Liebe schwer? was unmöglich?Man muß also nur beim rechten Anfang anfangen;man muß den Schlüssel nur nicht verkehrt anstecken,die Pferde nicht hinter den Wagen spannen wollen.Das erste Gebot halte zuerst, d. i. laß dir zuerstSünde vergeben, durch den Glauben an SeinenNamen, so hast du Ihm schon aufgethan, so gehtEr ein und schenkt dir ein neues Herz ohne Riegelund Schlösser, ein Herz, wo Er freien Eingangbat, wo Er Abendmahl hält, und wohnt wie inSeinem Pallaste.

Ein jeder wende daher sein Ohr zur Thnre desHerzens hin, vor der Jesus steht, anklopft und seineStimme hören laßt; denn es heißt, wer Ihn nichthört, der soll ausgerotter werden; wer Ihn verachtet,verachtet den, der Ihn gesandt. Freilich, wenn derHeiland nie bei dir angeklopft hätte, wenn du Ihnnie gehört hättest, so wärest vu zu entschuldigen.Denn die Leute, bei welchen keine Spur vorhandenist, daß Er je an ihre Thüre geklopft, je an ihrem