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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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klar gesagt: Ihn lieben, d. i. Sein Gebot unlWort halten (denn das ist bei Ihm immer Eins,das heißt, Ihn selbst in's Herz zn kriegen nnd de:Nater mit. (Wer sollte nicht Alles daran setzensolche Gaste und Inwohner zu bekommen, die gowiß die Miethc thcuer bezahlen, und nicht ans unsnKosten bei uns wohnen, uns auch nichts schuldigbleiben.)

Aber das ist ja eine schwere und harte, uner-schwingliche Bcdingniß! Wer kann Seine Gebotehalten, ohne Ihn zu haben? Sollte das wörtlillso zn verstehen scyn? Allerdings! Wer darf etwa«.! davon, wer etwas dazu thun! Wer darf des HerrnWort ändern oder verfälschen! Wenn du SeinWort und Gebot nicht hältst, kommt Er und kannEr nicht zu dir kommen. Aber wie denn? Wie sollich Sein Gebot und Wort halten können? OhneIhn kann ich ja nichts thun. Bin ich nicht schwach,sündig, krank, gefangen, gebunden? Ja, das bistdu. Aber steht Er nicht vor deiner Thürc, klopftEr nicht an dein Herz, ruft Er dir nicht in dieSeele hinein, Er, durch den du alles vermagst?Solltest du Ihn, der sich dir so nahet, dessen Fin-ger an dein Herz klopft, dessen Stimme im Jnner-! stcn deiner Seele schallt, nicht erreichen können?Sich, Ihn lieben. Sein Wort und Gebot halten,setzt voraus, daß man Sein Wort höre, und dashörst du; daß man es glaube, und gläubig auffasseund annehme, das sollst du und das kannst du,denn der zu dir redet, giebt dir auch gewiß, daßdu es glauben und annehmen kannst, wenn du uurwillst uud dich nicht widersetzest. Ihn lieben, heißtja anfangs auch nichts anders, als sich nach Ihmsehnen, nach Ihm hungern und verlangen. Wernach Ihm sich sehnt und verlangt, ergreift, nimmt