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Todes! o, ich elender Mensch! wer wird mich erlösen!
— Wenn du so seufzest und au deine Brust schlägst;wenn dir so dein Herz klopft, wenn es also von innenund außen an deiner Tbüre klopft — so fallen SicRiegel von innen ab, so darf der klopfende Freundnur seinen Schlüssel anstecken, nur auf die Klinkedrücken, und die Thüre geht von selbst auf, die Thorewerden weit, das Herz steht frei und offen da; derFreund hat ebne Bahn und kann ungehindert in deinHerz eingehen. Wie wird Er eilen, der schon so langegestanden, geklopft, gerufen hat vor deiner Thüre!wie wird Er sich freuen! — wie das Weib, das ihrenGroschen, wie der Hirt, der sein Schaf, wie der Va-ter, der seinen Sohn wieder gefunden hat.
Der Heiland giebt selbst zu verstehen, was es hei-ße, Ihm aufthun. So jemand meine Stimmehören wird, und die Thüre aufthun, sagt Er. DasHören geht dem Thun voran; das gläubige Merkenanfs Wort, die zuversichtliche An- und AufnahmeSeines Wortes öffnet Ihm Thür und Thor, ver-schafft Ihm Eingang ins Herz. Sein Wort, SeineStimme ist der Vorläufer und Vorbote, der Anmel-der, der Wegbereiter, der Durchbrecher, der Bahn-machcr. Sein Wort ist der Hanptschlüssel, und kann
— wenn ich so sagen darf — beim Schlüsselloch hin-ein, und ist Sein Wort einmal bei dir drinnen, sowird es ausrichten, wozu Er es sendet. Es wirdIhm wohl aufthun.
Laß dir's noch deutlicher sagen: Joh. 14, 21.N. 23. sagt dir der Heiland selbst, was Ihm dieHerzen aufthuc; Er spricht: Wer meine Gebotehat und sie halt, — dem Willich mich offen-baren, wer mich liebt, der wird mein Worthalten — und ich und der Vater werden kom-men und Wohnung bei ihm nehmen. Da ist's