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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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tes bleibt über dir. w. Ter Sünder möchte sich ge-gen diese Sn'mine gern betäuben, seine Obren versio-pfen und sich Ruhe verschlissen, aber er kann nicht.Tic innere Unruhe, Verwürfe, Gewissensbisse und An-klagen verfolgen ihn in unv nach der Sünde. Ver-gebens flieht et von einem Orte zum Andern, vergeb-lich stürzt er von einer Zerstreuung in die andere,vergeblich häuft er Sünde auf Sünde, um das Ge-wissen zu beschwichtigen und seinen Schlägen auszu-weichen oder zu entgehen Es folgt ihm überall nach,begleitet ihn und geht mit ihm in alles hinein. Dieanklagende, richtende, verdammende und strafendeStimme verstummet nicht, und verläßt ihn nicht, läßtihn nie weniger allein, als wenn er allein ist, undwas ihm das Andenken an seine Sünde vertreibensoll, muß ihm dieselbe erst recht ins Auge rücken; Al-les muß ihn daran erinner», Alles gegen ihn zeugen.Alles ihn strafen. Er kann keine Freude, keine Lustungestört und ungetrübt genießen; alles Süße undAngenehme wird ihm durch das innere Klopfen undKlagen verbittert. Was ist das anders: als der treueHirte, der das treulose Schaf sucht und mit SeinerLiebe verfolgt? was ist das anders, als der Gott derGnade und Barmherzigkeit, der den Tod des Sündersnicht will, sondern daß er sich bekehre und lebe? Ja,der klopft mit solchen Hamwerschlägen an die Thüredes Gewissens, an das Herz des Sünders, um ihnkeine Ruhe in der Sünde zu lassen, um ihm dasSündigen zu verleiden und zu verbittern.

Es geschieht wohl auch oft, daß die Sünde demSünder Schande und Schaden bringt, ihn nicht nurinnerlich, sondern auch äußerlich unglücklich und elendmacht; dadurch wird das Herz noch betrübter, unddie Gewissensbisse, die Anklagen und Vorwürfe desinnern Zeugen werden stärker, beißender, verwunden-