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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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der, die Unruhe steigt, und Angst und Bangigkeit vorder Zukunft, vor Gericht, Tod und Hölle erfüllen dasHerz; der Sünder schämt und scheut sich in sich selbstvor Gott, bebt vor dem Gedanken an die Ewigkeit,wo Alles, was in der Finsternis und im Verborgenengeschieht, an's Licht kommen und offenbar, wo jederFaden des Unrechts, er sey noch so fein gesponnen,am Sonnenlichte der ewigen Wahrheit und Gerechtig-keit sichtbar werden wird. Es wird dem Sünder scbonunheimlich bei guten, fromnnn und gottseligen Men-schen, weil er sich in ihrer Gegenwart zu unwerrb, zuunrein und zu schlecht fühlt, und das Unheil der Ver-dammniß von seinem eigenen innern Richrerstulst immerüber sich bören und mit sich herum tragen muß. Wasist das Alles, und wenn es noch mehr und noch ärgerist, was ist es anders, als Jesus der Sündcrfrcundvor der Thüre des Sünders, der da mit eben so vie-len Hammerschlägcn an das arme Herz klopft, umdie Sünde herauszuklopfen, den Sünder von derSündenbahn zurückzuschrecken, ihm die Sünde zu ver-bittern, ihm die Folgen und Früchte derselben anschau-lich zu machen und den Abgrund des Verderbens offenzu zeigen, in welchen er sich hineinstürzen würde,wenn er der Sünde fortgesetzt dienen wollte. Allesdas soll ihn auffordern zur Buße und Bekehrung.Bei jedem Schlage an sein Herz hört er gewiß auchzugleich die Stimme in seinem Innern: Thue Buße!Bekehre dich! Verlaß die Bahn der Sünde! kehre umund suche Gnade! Wende dich zu mir!

Und wenn der Sünder diese Stimme hört unddie Thüre aufthut, wenn er zerschlagen und zerknirschtfragt: Herr, was willst Du? Was muß ich thun, daßich selig werde? So wird der Sünderfrcund, der solange vor der Thüre gestanden, so oft geklopft hat,dem Sünder eine Antwort geben, ihm Worte in die