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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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schlummert nicht, und verschlaft und vcrschlummertalso gewiß keinen günstigen Augenblick, wo Er dicherinnern, wecken, einladen, auffordern und von dirgehört werden kann.

Nun wollen wir ihn aber bei den verschiedenenThüren, vor denen er zu stehen und zu klopfen pflegt,aufsuchen und hören, was er in die Herzen ruft, und wieSein Klopfen tönt, wie Seine Hammerschläge schallen.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Wenn wir den klopfenden Freund suchen, so fin-den wir Ihn zuerst und fast immer vor den Thörender Sünder stehen und klopfen, vor, in und nachder That und der vollbrachten Sünde. Deßwegen hießman Ihn ja auch den Zöllner-- und Sünderfreund.Deßwegen sagten ja Seine Feinde: Ep nimmt die Sün-der an, und als Er bei Zachäus anklopfte und ihn besuchte,murrren sie: Kch.t Er doch schon wieder bei einemSünder ein. Sie wollten sagen: Steht Er doch im-mer vor den Thören der Sünder, und wo Ihm ei-ner aufthut, da gebt Er zu ihm ein.

Man hat Beispiele genug, baß der Heiland vorder Thüre des Sünders steht, mitten unter der Sünde,daß Er sich während dem Sündigen nicht von derThüre des SüuderS entfernt, sondern immer stehenbleibt, immer anklopft, und zwar stark, ja da gerademit den stärksten Hammerschlägen des Wortes an dieThüre schlägt, und mächtig in das Gewissen spricht:Du tbust unrecht, du bist ein Knecht der Sünde! undwer sündigt, ist ein Kind des Teufels. Du mußtsterben, denn der Tod ist der Sünde Sold. Wenndu nicht «blässest, nicht umkehrst, nicht Buße thust,kannst du in das Reich Gottes nicht eingehen; duwirst das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Got-