zen Mcnschenhcerde, dem es der Vater heilig einge-bunden und aufgetragen, daß Er keins von denenSchafen verliere, die Er Jbm zur Hut übergeben; Er,der gekommen ist in die Welt, das Verlorne zu su-chen, die Verirrren zurecht zu bringen, die Gottlo-sen gerecht, die Sünder selig, die Kranken gesund,die Blinden sehend, die Unreinen rein, die Todten le-bendig zu machen. Er steht gewiß vor der Thüre al-ler dieser Elenden, klopft gewiß bei jedem, welchenNamen er haben mag. Er, der Treue und Wahrhaf-tige, unterläßt gewiß bei keiner Seele, zu thun desVaters Willen, zu vollbringen das Werk, das Ihmbefohlen ist. Er darf gewiß nicht erst erinnert wer-den: Hier ist Einer, den du übersehen, dort ist Ei-ner, den du vergessen hast. Er versäumt und ver-gißt ja Keinen. Er klopkt bei den Großen und Klei-nen, Er stehet vor der Thüre der Hohen und Niedri-gen, der Reichen und Armen, der Gelehrten und Un-gelebrten, der Heiligen und Sünder, der Alten undJungen. Es ist auch gewiß keine Stunde, kein Tagim Jahre, kein Umstand, keine Lage im Leben einesMenschen, wo Er, der unermüdlich rreuc Sucher desVerlornen, nicht vor der Seele steht, und sein Amtals oberster Haus- und Herzens- Thürklovfer wahr-nimmt und des Vaters Willen mit kindlicher Freudeund brüderlicher Liebe erfüllt. Denn Sein Vater hatIhn ja (wie Jakob den Joseph) zu Seinen Brüdern ge-sendet, daß Er sehen sollte, was sie machen. Er ver-säumet gewiß keine Gelegenkeit, gewiß den rechtenAugenblick nicht, wo Er deinem Herzen beikommen,wo es grade Zeit und gut zu klopfen ist. Er verstehtes auch, Er weiß jede Lage, jeden Umstand zu benu-hen und zur Gelegenheit zu machen, daß Er an deineTbürc klopfen kann, und du Ihn und Sein Klopfenwahrnehmen mußt. Der Hüter Israels schläft und
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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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