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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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durch die Drücker verursachten heftigen Widerstand be-merkt. Man darf auch den Minutenweiscr nicht zurück-schieben/ wenn er auf 28 oder 58 Minuten stehet; d. h.wenn das Schlagen der Uhr bevorstehet; denn drehetman in diesem Augenblicke den Zeiger vorwärts, so wirddie Uhr schlagen und nochmals schlagen, wenn der Zeigerauf denselben Punct zurückkommt und auf die halbe unddie ganze Stunde fortrückt, so daß das Schlagen alsdannmit den Weisern nicht mehr übereinstimmt. Die Uhr wirdalso, wenn sie auf halb stehet, voll schlagen. Geschiehetdies, so muß man den Minutenzeiger so lange drehen,bis daß er ungefähr 2 Minuten von der halben oder derganzen Stunde, d. h. von 28 oder 58 Minuten des Zif-ferblattes ist; dann läßt man die Zeiger zurückgehen, bisdaß die Uhr schlägt; hierauf bringt man den Zeiger wie-der vor und die Uhr schlägt wieder. Auf diese Weise wirdes vollschlagen, wenn es voll, und halb, wenn es halbist, und man braucht dann nur die Zeiger zu drehen, umsie auf die Stunde und Minute zu bringen.

3. Stimmt das Schlagen einer Uhr nicht mehr mithcn Weisern überein, d. h., schlägt sie Mittag, und zeigendie Weiser auf 1 Uhr, so muß man den Stundenzeigergetrennt von dem Minutenzeiger drehen und ihn auf dieStunde des Schlagens bringen. Hierauf drehet man denMinutenzeiger, bis daß die Uhr die Stunde hat.

Um eine Pendeluhr zu stellen, muß man darauf ach-ten, daß man sie tüchtig befestigt und recht gerade hängt,so daß die Schläge der Hemmung (englischer Haken)*)völlig gleichmäßig sind, wenn man die Linse in Bewe-gung setzt. Zu diesem Zwecke gibt man der einen Seiteder Füße des Gehäuses eine Unterlage von Pappe oderHolz, bis daß man hört, daß die Hemmung gleichmäßigschlägt. Ist das Gehäuse ein Hängegehäuse, so ist esleicht, die Uhr in ihre Hemmung zu bringen; man brauchtnur den untern Thcil des Gehäuses hin- oder herzuschie-ben, bis daß man die Hemmung gleichmäßig schlagen

*) So heißt im Allgemeinen die Art von Mechanismus) wodurchder Regulator die Bewegung des letzten Rades bekommt und danndie Bewegung dieses Rades selbst mäßigt, um die zu regeln»