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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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2!)

und sich diese Werkleute, da sie für die Werke, welchesie zu niedrigen Preisen verknusen, nicht verantwortlichsind, um ihre Vollkommenheit wenig kümmern. Übrigensverstehen es diese Kaufleute recht gut, schlechte Werkeaus Genf in Pariser Gehäuse zu stecken, auf diesen Uh-ren die Namen guter Meister zu bemerken und sie fürgut zu verkaufen. Will man also gute Uhren zu haben,so wende man sich an einen geschickten Mann, und willman mittelmaßige haben, an einen Niedern Uhrmacher. Diessind die Hauptregeln, die man zu befolgen hat. Mankönnte mir vielleicht sagen, daß die Uhrmacher betrügen,oft schlechte für gute Werke verkaufen, und daß man Mit-tel angeben müsse, die geeignet sind, diesem Mißbrauchedes Vertrauens zuvorzukommen. Ich gebe es zu, daßes wirklich Uhrmacher gibt, die so unredlich sind, daßsie betrügen; aber ich kenne kein sicheres Mittel, dies zuvermeiden, als den Rath, sich an bekannte Uhrmacher zuwenden und sich auf ihre Einsicht und Rechtlichkeit zuverlassen, indem man besonders darauf achtet, daß dieGüte der Werke immer im Verhältnisse zu dem Preisestehet, den man anwenden will, und daß man, wennman es einmal sein soll, weniger betrogen wird, wennman sich mit seinem Einkaufe von Uhrwerken an einenUhrmacher wendet, als wenn man sich auf die verläßt,die nichts davon verstehen, wie die Uhrhändler. Denndie ersten haben wenigstens Kenntnisse in der Kunst, sobeschränkt sie auch immer sein mögen, und können besserwählen, als die Händler, die noch ohendrem dieselbe Do-sis Betrügerei und Unwissenheit haben.

Kurz, will man sich Einsicht genug erwerben, umselbst über die Uhren zu urtheilen, so muß man Künst-ler werden, oder doch wenigstens einige Kenntniß vonder Uhrmacherkunst haben. Um hiezu zu gelangen, mußman Bücher lesen, die davon handeln, und dann kannman, wenn man die darin enthaltenen Bemerkungen aufdie Prüfung der Pendel- und Taschenuhren anwendet,anfangen, darüber zu urtheilen.