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2, Eine Mittagslinie auf dem Fußbodeneines Z i m m e r s z u ziehe n.
Um eine solche Linie zu ziehen, muß man zuvorden Augenblick des Mittags auf der horizontalen Flächefinden; man kann zu dein Ende den Stein in einemGarten oder an jeden andern Ort in freier Luft, dernicht sehr weit von dem Zimmer, in welchem man dieMittagslinie ziehen will, entfernt ist, legen; man kannihn auch, wenn es die Lage erlaubt, auf eine Fenster-'brüstung legen. Hat man nun diesen 2 bis 3 Fuß hal-tenden Stein horizontal befestigt, so laßt man ein StückHolz oder einen Kegel von Holz, (Taf. IV, Fig. 5)dessen Knopf oder Kopf b ungefähr 6 Linien dick undüber seiner Basis erhaben ist, sich so drehen, daß umS Uhr der Schatten des Kopfes auf das Ende des Stei-nes fallt. Im Mittelpunkte der Basis L befestigt maneine Spitze I>, welche man in ein in F (Fig. 3) aufdem Steine an der Mittagsseite gemachtes Loch tretenläßt; von diesem Loche, als Centrum, aus beschreibt man> die Kreise u, b, v und wird dann, wie im vorigen Bei-spiele gezeigt ist, die Linie oder den verlangten Meridianfinden.
Hierauf befestigt man an dem Fensterbogen des Zim-mers, in welchem man die Mittagslinie ziehen will, ei-nen Weiser (Index, Stift, Stange), derein ungefähr3 Linien weites Loch hat. Um indeß diesem Zeiger, eheman ihn befestigt, nicht zu viel oder zu wenig Höheüber den Fußboden hinaus zu geben, muß man zurMittagsstunde die Distanz von dem Fensterbogen an biszum Ende des Zimmers messen, indem man dabei derRichtung folgt, welche der Schatten anzeigt, den dieSeite des Fensters auf den Fußboden wirft, dies wirddie Länge der Mittagslinie geben, die ich zu 10 Fuß, annehme.
Man wird auf der schon oben angeführten Tafel dieHöhe sehen, welche der -Weiser haben muß, und 3 Fuß2^ Zolle finden. Nun befestigt man also an dem Fen-sterbogen einen Weiser, an dem die Mitte des Loches 3Fuß 2D Zolle über den Fußboden erhaben ist, wartet amfolgenden Tage den Augenblick ab , da der Schatten des