Ich nehme an, sie sei um S Minuten vorgegangen;man drehe nun die Schraubenmutter um 1» Striche,mehr oder weniger, wenn sie graduirt ist, vor; ist siees nicht, so drehe man sie den vierten Theil, einen Lauf(Umschwung) vor; dann stelle man sie vom Neuen nachder Stunde und betrachte sie nach 24 Stunden wieder.
Gehet sie dann noch eine Minute vor, so ist diesein Beweis, daß I« Striche der graduirten Schrauben-mutter oder ein Viertel des Umschwungs der nicht gra-duirten die Uhr in 24 Stunden um 2 Minuten vorgetrie-ben haben; um sie also zu stellen, braucht man die Schrau-benmutter nur um 5 Striche oder einen halben Um-schwung vorzurücken. Bei andern Fällen gilt dasselbeVcrhaltnist.
II
Wie man die Pendel- und Taschenuhren nach dem Durchgange derSonne und durch den Meridian stellen muß.
Ich habe es bis jetzt angenommen, daß man, umeine Taschenuhr zu stellen, sich des leichten Mittels zubedienen pflegt, den Gang derselben mit einer guten, schonnach der Mittlern Zeit geregelten Pendeluhr zu verglei-chen; da indeß die meisten Personen, welche Uhren besi-tzen, nicht solche Vergleichungpendeln haben, so mußman sich eines Mittels bedienen, das man leicht in ver-schiedenen Landern anwenden kann. Dieses Mittel ist dasdes Durchgangs der Sonne durch den Meridian. Daindeß die Meridiane noch nicht sehr im Gebrauche sind,so wird man in dem folgenden Artikel die Methode fin-den, dergleichen zum Stellen der Pendel- und Taschen-uhren taugliche zu ziehen.
Man weiß, daß die Sonne variirt (Art. 1), unddaß die Pendel- und Taschenuhren der mittlem Zeit fol-gen müssen. Will man also eine solche nach dem Meri-diane stellen, so muß man von den Abweichungen derSonne abstrahiren.
Die Abweichungen der Sonne sind in den am Endedieses Buches befindlichen Glcichungstabellcn für jeden