4
der wahren und der mittleren Zeit angeben. Nach diesenTabellen, welche man Äguations - oder Gleichungstabellennennt, habe ich die, welche man am Schlüsse dieses Wer-kes finden wird, gemacht. Ich will mich hier nicht beider Erklärung der Ursachen der Veränderung der Sonneaufhalten; es reicht hin, zu wissen, daß sie variirt, undTabellen über diese Abweichungen zu haben.
Übrigens ist die .Bemerkung hier am rechten Orte,daß man sich, obgleich die Sonne variirt, der Meridianeund der Mittagslinie der Sonnenuhren bedienen kann,um die Pendel- und Taschenuhren nach der mittlerenZeit zu stellen, und dies wird leicht, sobald man weiß,wie viel die wahre Zeit jeden Tag im Verhältniß gegendie mittlere variirt. Zu diesem Gebrauche sind-die Äqua-tionstafeln bestimmt; man kann sich derselben 3V bisJahre ohne merkliche Irrung bedienen.
2.
Erklärung des Mechanismus einer Pendeluhr. Wie sie die Zeit
misset.
Die Pendel- und Taschenuhren sind Maschinen vonsolcher Einrichtung, daß die Zackcnräder, die einen we-sentlichen Theil derselben ausmachen, ihren Umlauf ingleichförmiger Bewegung machen und die von den Axen *)der Räder getragenen Weiser die Thcile der Zeit aufeinem, in gleichmäßige Theile getheilten, Zifferblattc be-zeichnen. Wir wollen, so einfach als möglich, auseinan-dersetzen, wie man diese Maschinen einrichtet, um vermit-telst derselben die Zeit zu messen.
Die erste Figur der ersten Kupfertafel zeigt dasProfil einer Pendeluhr: ? ist ein Gewicht, das an einerSchnur hängt, welche sich um die Walze oder TrommelO windet, die an der Axe nn, deren Theile bb>, welche
*) Ich nenne Are die stählernen Stücke, auf denen man die Räderbefestigt, um sich darauf, wie auf ihrem Mittelpunkte, drehen zukännen.